Ein Mädchen der ukrainischen Familie Czuzman aus Lwiw (deutsch Lemberg) trägt bei ihrer Ankunft ein Kuscheltier im Arm.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul)

Flüchtlingsaufnahme stellt Gemeinden vor große Probleme

Zu wenig Wohnraum und Personal für Geflüchtete in Waldshut

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AUTOR/IN
Petra Jehle
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Ulrike Liszkowski

Der Landkreis Waldshut und seine Gemeinden suchen händeringend Wohnraum für Geflüchtete. Geklagt wird über zu viel Bürokratie und zu wenig Personal, um den Menschen zu helfen.

2.200 Menschen aus der Ukraine leben derzeit im Kreis Waldshut. Nur 40 leben in Notunterkünften. Alle anderen sind privat untergebracht. Privater Wohnraum wird aber knapp und auch die Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende sind zu 94 Prozent belegt. Hallenbelegungen sind nicht mehr ausgeschlossen. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass sich die Lage in den nächsten vier bis sechs Wochen zuspitzt.

"Uns stellen nicht die Flüchtlinge vor Probleme, sondern die Bürokratie macht uns das Leben sehr, sehr schwer."

Ein großes Problem aus Sicht der Verantwortlichen: Überall fehle Personal. Rathäuser, Sozialamt, Arbeitsamt und Jugendamt seien nicht mehr in der Lage, zeitnah Anträge zu prüfen, und müssten ständig neue Vorgaben umsetzen. Ohne ehrenamtliche Helfer sei die Betreuung von Hilfesuchenden gar nicht zu schaffen.

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