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Beim bundesweiten Aktionstag "Kidical Mass“ sind am Samstag Nachmittag in Freiburg rund 350 Eltern mit ihren Kindern auf die Straße gegangen. Sie protestierten bei einer Fahrraddemo für eine Verkehrswende und eine kindgerechte Verkehrspolitik.

Wie in anderen Städten wurden hier breitere Kreuzungen, sicherere Rad- und Fußwege sowie mehr Sicherheit vor Schulen gefordert. Denn auch in der Fahrradstadt Freiburg gebe es zu viele gefährliche Stellen, so eine Teilnehmerin. Eine andere Mutter sagte, sie sei jeden Tag froh, wenn ihre Kinder wieder heil aus der Schule zurückkehren würden.

Mit Fahrrädern und Kinderanhängern: "Kidical Mass"-Demo in Freiburger Innenstadt (Foto: SWR, Peter Steffe)
Mit Fahrrädern und Kinderanhängern: "Kidical Mass"-Demo in Freiburger Innenstadt Peter Steffe

In Freiburg kommt es immer wieder zu tödlichen Verkehrsunfällen mit Radlern, zuletzt am vergangenen Mittwoch. Ein Auto hatte einen 43-jährigen Radfahrer an einer unübersichtlichen Stelle im Stadtteil Wiehre übersehen. Bei dem Zusammenstoß wurde der Mann an den Straßenrand geschleudert, er erlag später seinen schweren Verletzungen. Um solche Unfälle zu vermeiden, müsse der Straßenraum dringend zugunsten des Fuß- und Radverkehrs umgestaltet werden, so die Forderung der Demonstrierenden.

Plakat zur "Kidical Mass"-Fahrrad-Demo in Freiburg (Foto: SWR, Peter Steffe)
Plakat zur "Kidical Mass"-Fahrrad-Demo in Freiburg Peter Steffe

Neben Freiburg gab es am Samstag auch in Rottweil eine „Kidical Mass“-Fahraddemo. In Villingen-Schwenningen und Offenburg wollen Eltern mit ihren Kindern am Sonntag demonstrieren. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC unterstützt die Aktion. Nur wenn die Kinder von klein auf erlebten, dass sie mit dem Rad sicher und zügig an ihr Ziel kämen, hätten sie Spaß am Radfahren und würden dieses Verkehrsmittel auch als Erwachsene nutzen, hieß es. Es gebe viel zu viele Straßen, die insbesondere für kleine Radfahrende furchteinflößend oder gar gefährlich seien, kritisiert der ADFC. Die Kommunen müssten dringend handeln.

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