Russische und ukrainische Artisten arbeiten im Europapark Rust als Familie - ohne Krieg (Foto: SWR)

Sommersaison im Schatten des Krieges

Europa-Park: Russische und ukrainische Artisten arbeiten gemeinsam

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Der Europa-Park Rust blickt optimistisch auf die beginnende Sommersaison - auch wegen seiner Artisten. Die leben Europa als Familie - ohne Krieg.

Der Park habe Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe wieder aufgenommen, etwa für eine neue Achterbahn, sagte Geschäftsführer Roland Mack. Kurz vor dem Start in die Saison seien die Vorbuchungen der Hotels hervorragend, so Mack weiter. An diesem Wochenende öffnet der Europa-Park - im Schatten des Kriegs in der Ukraine: Denn im Park arbeiten viele Artisten aus Russland und der Ukraine, außerdem gibt es den russischen Themenbereich, mittendrin im nachgebauten "Europa".

Auch das russische Dorf im Europa-Park wird wie immer öffnen, die letzten Vorbereitungen laufen. Die heile Welt eines Freizeitparks parallel zum Krieg in der Ukraine - kann das überhaupt funktionieren?

Europa-Park rechnet nicht mit verärgerten Gästen

Probleme mit den Gästen wegen des Krieges erwarte man nicht, sagte Engelbert Gabriel, Sprecher der Europa-Park-Geschäftsleitung: "Wir sind zu dem Entschluss gekommen - weil wir natürlich auch sehen, wie die Presse und Social Media reagieren - dass das gar kein Thema ist." Man bilde ja Historie ab und das russische Dorf stehe seit 23 Jahren im Europa-Park.

Ukrainische und russische Artisten fühlen sich als Familie

Aber es geht auch um die Mitarbeiter: Die Proben für die neue Eis-Show laufen, und gerade unter diesen Artistinnen und Artisten sind auch einige aus der Ukraine und aus Russland, insgesamt etwa um die fünfzig. Viele von ihnen sind seit Jahren dabei.

"Hier arbeiten wir und gestalten etwas – aber wir haben keine schlechte Stimmung. Politik hat hier nichts zu suchen. Wir sind eine Familie!"

Konzentrierte Arbeit bei internationaler Verständigung

Zumindest im Europa-Park funktioniert das Miteinander offenbar weiter. Am Wochendende ist nun das Pre-Opening: Der Park ist zwar offen für alle, aber es gibt weniger Tickets als sonst, denn die Mitarbeiter sollen noch üben können. Deshalb bleibt er kommende Woche werktags noch geschlossen. Offiziell startet die Sommersaison dann am Samstag, 26. März.

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