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Das Erzbistum Freiburg muss Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von sechs Millionen Euro nachbezahlen. Außerdem werden 4,8 Millionen Euro Strafe fällig. Das ergibt der Abschlussbericht des Finanzskandals von 2017, der am Dienstag veröffentlicht wurde. 

10,8 Millionen Euro schlagen zu Buche - das ist aber weit weniger als die Erzdiözese Freiburg vermutet hatte. Zeitweise stand eine Summe von 160 Millionen Euro im Raum, als der Skandal vor drei Jahren bekannt wurde. Denn die Erzdiözese hatte über viele Jahre hinweg keine Beiträge an die Sozialversicherungen abgeführt - vor allem für Menschen, die in den Gemeinden sogenannte Mini-Jobs haben. Die Abgrenzung zwischen abhängiger Erwerbstätigkeit und selbstständiger Tätigkeit wurde nicht sachgerecht vorgenommen, schreibt die Erzdiözese in einer Mitteilung. Es habe auch Probleme mit der Umsetzung aktueller Gesetzesänderungen gegeben.   

Erzbischof Stephan Burger räumt Fehler ein

Die Prüfung der Deutschen Rentenversicherung und der Rentenversicherung in Baden-Württemberg ergab, dass Fehler gemacht wurden. Das hat Erzbischof Stephan Burger nun auch offiziell eingeräumt. Das werde es künftig nicht mehr geben. Alle Abläufe in der Verwaltung seien durchleuchtet und angepasst worden, um mögliche Fehlerquellen aufzudecken.  

Rückstellungen in Millionenhöhe kommen Gemeinden zugute

Der Vorwurf des Sozialversicherungsbetrugs haben die Behörden fallen gelassen. Die Bistumsleitung kann nun Rückstellungen in dreistelliger Millionenhöhe auflösen – Geld das nun den Gemeinden zugutekommen soll. 

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