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Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger hat es begrüßt, dass die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Erzbistum Köln einen Schritt weitergekommen ist. Dort wurden Weihbischof Schwaderlapp und ein weiterer Geistlicher von ihren Aufgaben entbunden.

Den beiden Kölner Geistlichen wird in einem Gutachten vorgeworfen ihre Pflichten verletzt zu haben. Das am Donnerstag vorgelegte Gutachten belastet auch den Hamburger Erzbischof Stefan Heße, den früheren Kölner Generalvikar Norbert Feldhoff sowie die verstorbenen Erzbischöfe Joseph Höffner und Joachim Meisner. Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger sagte im SWR: "Missbrauch war, ist und bleibt ein Verbrechen, das in der Kirche keinen Platz haben darf."

Die Betroffenen-Initiative "Eckiger Tisch" hat eine unabhängige Aufarbeitung der Vorwürfe im Missbrauchsskandal im Kölner Erzbistum gefordert. Sprecher Matthias Katsch aus Offenburg blickt mit Skepsis auf das am Donnerstag veröffentlichte Gutachten. Katsch bezweifelt den Aufklärungswillen der Kirche. Das System der Vertuschung dauere bis heute an, so Katsch Im Deutschlandfunk. Er wurde als Schüler am Berliner Canisius-Kolleg der Jesuiten selbst missbraucht und hatte den Skandal vor über zehn Jahren mit aufgedeckt.

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