Ein Entwurf, der ein Außenbecken mit Palmen und Liegen zeigt. (Foto: Kur und Bäder gmbh Bad Krozingen)

Millionen-Investition trotz Corona, Energiekrise und Lieferengpässen

Vita Classica Therme in Bad Krozingen wird ausgebaut

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Dinah Steinbrink

Weniger Badegäste durch Corona - gleichzeitig extrem gestiegene Preise für Gas, Strom und Baumaterialien: Für rund 13 Millionen Euro wird die Vita Classica in Bad Krozingen erweitert.

Seit Monaten laufen die Bauarbeiten bei der Vita Classica in Bad Krozingen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald). Der Betrieb in der Therme läuft ungestört - von den Arbeiten kriegen die Badegäste wenig mit. Dabei ist viel geplant.

Neues Außenbecken - neuer Innenbereich

Außen entsteht ein drittes Außenbecken zum Schwimmen - 17 Meter lang, acht Meter breit. Außerdem wird an das bestehende Gebäude angebaut. In diesem Bereich ist ein neues 70 Quadratmeter großes Becken geplant, das insbesondere für Wassertherapie-Angebote und "Aqua-Fitness" genutzt werden soll. Gebaut werden außerdem vier sogenannte "PrivateSpa’s" – alle thematisch gestaltet, zum Beispiel im Sylt-Stil oder ein "Bali-Spa" mit kleiner Terrasse und tropischem Flair. Diese können künftig zu zweit oder in Kleingruppen genutzt werden und müssen extra gebucht werden. Im zweiten Geschoss wird ein Yoga-Studio auch eine große Kur- und Hausarztpraxis eröffnen.

In dem grauen Becken aus Beton stehen diverse Baumaterialien herum. (Foto: SWR, Dinah Steinbrink)
Das wird einmal das neue Außenbecken an der Vita Classica werden. Dinah Steinbrink

Trotz Corona im Zeitplan

Das Außenbecken soll Anfang Juni - pünktlich zum Start in die Sommersaison eröffnen. Der Innenbereich dann im September folgen - zum Start der Wellness-Saison. Damit liegt man laut der Kur und Bäder GmbH Bad Krozingen im Zeitplan. Geschäftsführer Rolf Rubsamen sagt: "Klar konnten mal wegen Corona nicht alle Bauarbeiter kommen oder es gab sogar mal einen Stillstand von ein oder zwei Wochen, aber das konnten wir aufholen." Auch bei den Kosten bleibe man "im Großen und Ganzen" im geplanten Rahmen von rund 13,2 Millionen Euro. Die Planungen für die Erweiterung gab es bereits vor Corona. Zu Beginn der Pandemie gab es dann doch kleine Unsicherheiten, ob man das Risiko tatsächlich eingehen will, erzählt Rubsamen: "Wir haben dann aber doch recht schnell entschieden: Ja, wir machen das."

Ohne Gas läuft in der Therme nichts

Zu den Unsicherheiten durch Corona kommt nun noch die Unsicherheit im Hinblick auf die Energie- und Gasversorgung hinzu. "Ohne Gas geht es nicht", sagt Rubsamen ganz klar. Aber auch die Therme versuche nun mit allen Mitteln, regenerative Energien zu nutzen. Darauf wurde auch schon zu Beginn der Anbau-Planung geachtet. So entsteht auf dem Dach eine große Solaranlage, ein großer Wärmespeicher wurde im Boden eingebaut und die Abwärme, zum Beispiel aus verbrauchtem Wasser, soll genutzt werden. Eine Solar-Absorberanlage soll das Außenbecken heizen - ohne, dass zusätzliche Energie nötig ist. Außerdem gibt es zwei Blockheizkraftwerke. Darüber hinaus soll Energie eingespart werden, zum Beispiel durch die Benutzung von LEDs und eine effektive Wärmedämmung.

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Dinah Steinbrink