Europa macht Kultur

"Art'Rhena": Das erste deutsch-französische Kulturzentrum soll im Herbst eröffnen

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Im Herbst öffnet auf der Rheininsel gegenüber von Breisach das erste deutsch-französische Kulturzentrum. Es soll ab Herbst Deutsche und Franzosen ein Stück näher zusammenbringen.

Geplant wird das Kulturzentrum bereits seit rund 15 Jahren. Nun steckt das Projekt in den letzten Zügen - im Herbst soll die deutsch-französische Kultureinrichtung schließlich eröffnet werden. Und zwar als das erste dieser Art im Elsass.

Obwohl das Zentrum noch nicht eröffent ist, wird klar: Es geht um eine große Dimension. Im Erdgeschoss befindet sich ein Veranstaltungsraum für 400 Besucher und trotz der Coronavirus-Pandemie sind bereits 30 Veranstaltungen geplant.

Präsident des Gemeinschaftsverbandes erhofft sich eine Verbindung beider Länder

Gérard Hug, der Präsident des Gemeindeverbands Pays Rhin-Brisach, sieht in dem Zentrum mehr als nur ein Millionenprojekt. Denn das ist es auf alle Fälle: Das Kulturzentrum kostet rund zehn Millionen Euro. Finanziert wird es gemeinsam von der Europäischen Union, Frankreich und Deutschland. Für Hug hat das Projekt aber auch Symbolcharakter:

"Was wir hier bauen, ist das kulturelle Europa. Das ist das, was wir zwischen unseren beiden Ländern errichten wollen."

Ähnlich sieht das auch der Bürgermeister von Breisach am Rhein, Oliver Rein. Für ihn sei Kultur auch Identität, sagt er. Französische Identität, deutsche Identität - das mixe man in dem Projekt und mache etwas Neues und Großartiges daraus.

Ein Zentrum mit Symbolgehalt und Inhalt: 30 Veranstaltungen geplant

Das Programm des Kulturzentrum steht auch schon zu großen Teilen: Rund 30 Vorstellungen seien für die kommende Saison geplant, heißt es von Jérémy Goltzene, der beim Kulturzentrum "Art’Rhena" arbeitet. Und wie sehen die aus?

"Zirkus, Tanz, Musik - die Sprache ist nicht immer zentral. Und wenn, dann sind unsere Veranstaltungen zweisprachig."

Übrigens hätten viele Deutsche Interesse an komplett französischen Vorstellungen und umgekehrt, betont Goltzene weiter.

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