Der Firmensitz des Energieversorgers Badenova in Freiburg (Foto: SWR, Sebastian Bargon)

Trotz Corona und steigenden Preisen

Energieversorger Badenova aus Freiburg zieht positive Jahresbilanz

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Der kommunale Energieversorger Badenova mit Sitz in Freiburg hat 2021 seine Geschäftszahlen eigenen Angaben zufolge leicht verbessert. Die Turbulenzen auf dem Energiemarkt seien nicht so stark zu spüren.

Der kommunale Energieversorger Badenova mit Sitz in Freiburg hat im Vorjahr einen Umsatz von einer Milliarde Euro gemacht und sein Ergebnis von 2020 leicht verbessert. Der Bilanzgewinn von 53,7 Millionen Euro wird zum Großteil an die 97 Gesellschafterkommunen zwischen Hochrhein und Nordschwarzwald ausgeschüttet. Das wurde auf der Bilanz-Pressekonferenz in Freiburg bekannt gegeben.

Finanzvorstand Hans-Martin Hellebrand führt den Erfolg auf eine stabile Planung  zurück. Er hat erläutert, dass die Beschaffungspreise im Winter 2021 - also schon vor dem Krieg in der Ukraine - für Strom und Erdgas horrend gestiegen sind. Nur wegen einer langfristigen Beschaffungsstrategie des Unternehmens sei es gelungen, die wirtschaftlichen Auswirkungen für Badenova- Kunden zu begrenzen.

Die Vorstandsmitglieder des Energieversorgers Badenova in Freiburg (von links): Heinz-Werner Hölscher und Hans-Martin Hellebrand (Foto: SWR, Sebastian Bargon)
Die Vorstandsmitglieder des Energieversorgers Badenova in Freiburg (von links): Heinz-Werner Hölscher und Hans-Martin Hellebrand Sebastian Bargon

Erdgas wird auf jeden Fall zum 1. Juli teurer. Aber laut Hans-Martin Hellebrand ist die Steigerung des Gaspreises um 30 bis 40 Prozent für Bestandskunden im Vergleich zu anderen Energie-Versorgern noch relativ gering. Neue Kundinnen und Kunden, denen woanders gekündigt wurde, müssen sogar noch tiefer in die Tasche greifen. Die Versorgungssicherheit von Gas in Deutschland sei aufgrund von Maßnahmen der Bundesregierung stabil. Die Abhängigkeit von russischem Gas werde durch neue Bezugsquellen reduziert. Momentan gebe es genug Gas, die Lager würden aufgefüllt. Hans-Martin Hellebrand geht davon aus, dass Deutschland gut durch die nächste Heizperiode im Winter kommen wird.

"Badenova will die Energie- und Wärmewende in der Region umsetzen."

Weitere Themen auf der Pressekonferenz waren Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien. Hellebrands Vorstandskollege Heinz -Werner Hölscher hat betont, dass Badenova sich vorgenommen hat, bis 2035 Schritt für Schritt CO2-neutral zu werden. Was erneuerbare Energien anbelangt, weist er auf die Strom- und Wärme-Erzeugung in der Region durch Windparks, Photovoltaik und Erdwärme Breisgau hin. Natürlich stehe Badenova vor großen Herausforderungen, was den Genehmigungsrahmen und die Genehmigungsdauer sowie die Fragestellung von Bürgern und Kunden anbelange. Aber an der Energie- und Wärmewende in der Region führe kein Weg vorbei, heißt es.

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