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Geplant ist, dass deutsche Hausärzte gegen Covid19 impfen sollen. Wann ist noch unklar. In Frankreich impfen seit dieser Woche die Hausärzte, wenn auch mit Anlaufschwierigkeiten.

Claude Brunner ist Vizepräsident Ärztevereinigung Frankreich und einer von 1.200 Hausärzten im Elsass, die sich bereit erklärt haben, die Covid-Impfung durchzuführen. Per Rezept bestellt er den Impfstoff. Nur ein Fläschchen bekommt er für diese Woche. Mehr gibt es nicht. Der wenige Vorrat muss unter allen gerecht verteilt werden: "Da muss sich jeder gut organisieren. Wenn ein Fläschchen offen ist, muss man innerhalb von zwei Tagen impfen."

Nachschub bekommt der Mediziner eigentlich aus der Apotheke. Doch auch hier, wie in den Impf-Zentren, wartet man auf die Lieferung der bestellten Impfdosen: "Wir wissen nicht wann sie kommen. Normalerweise dachten wir Anfang der Woche. Aber bis jetzt haben wir nichts bekommen."

Der Impfstoff, den die französischen Hausärzte erhalten, ist der von AstraZeneca - für Patienten zwischen 50 und 64 Jahren, die zu einer Risikogruppe gehören. Nicht einfach für die Ärzte ist es zu entscheiden, wer geimpft wird, sagt Guy Somme, ein Hausarzt in Straßburg: "Man muss die Impfwilligen einstufen und das ist ein sehr schwieriges Unterfangen. Welche Patienten haben Vorrang innerhalb der Altersgruppe? Gibt es Schwächere oder weniger Anfällige unter Risikopatienten? Das ist wirklich kompliziert, aber es muss jetzt endlich losgehen."

Dafür müssen sich die Hausärzte in Frankreich und damit auch im Elsass am Ende mehr Zeit nehmen und sich vor allem umorganisieren.

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