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Heckflossen und Glubschaugen statt stromlinienförmigem Einerlei - Oldtimer sind schön, aber dummerweise oft Spritschlucker. In der Schweiz verwandeln Tüftler sie jetzt dezent in E-Autos.

Seine Garage ist voll mit Opel-Modellen aus den 1960-er und -70er Jahren. Einem der alten Benzinfresser hat Elektroingenieur Philipp Müller selbst einen Elektroantrieb verpasst – und ist damit ständig unterwegs. "Mit diesem Auto will ich zeigen, dass es kein Hexenwerk ist, dass zum Umbau sogar ein Ein-Mann-Betrieb in der Lage ist. Die Autoindustrie würde das noch viel besser können", glaubt Müller.

Oldtimer die aussehen, als wären sie schon immer E-Autos gewesen

Professionell unter Strom gesetzt werden Oldtimer im Luxussegment auch von einem Familienbetrieb in Küssnacht in der Zentralschweiz. Für eine individuelle Anpassung verlangt die Manufaktur bis zu 350.000 Franken. "Wir wollen Autos bauen, die so daherkommen, als wären sie schon immer elektrisch gewesen", sagt Silvia Marton. "Das heißt: mit der Original-Optik. Wir passen auch die Armaturen entsprechend an, dass man dem Fahrzeug nicht ansieht, dass es umgebaut ist."

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