Arbeiten in Donaueschingen auf der Baustelle des Renturierungsprojektes am Donau-Ursprung (Foto: 365° freiraum + umwelt Kübler Seng Siemensmeyer)

Renaturierung an Brigach und Breg

So laufen die Arbeiten auf der Donau-Baustelle

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Wo Brigach und Breg die Donau zu Weg bringen, wird gerade gebaut: Der Donau-Ursprung gehört zu einem der größten Renaturierungsprjekte des Landes. Gerade jetzt ein wichtiges Thema.

Die jüngsten Hochwasserereignisse geben dem Projekt noch mehr Bedeutung: Aktuell wird in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) der Donau-Urpsrung umgebaut. Schweres Gerät ist da am Werk, Kettenbagger schieben sich durch feuchten Grund. Es bleibt kein Stein auf dem anderen. Eigentlich laufe es ganz gut, sagt Moritz Wiedermann, der Polier auf der Baustelle. Doch Starkregen macht ihm immer wieder zu schaffen: "Meine Facharbeiter arbeiten alle im Wasser, deswegen sind wir hier wahnsinnig abhängig von den Pegelständen."

Der Ort des Geschehens (Klicken, um Karte zu vergrößern oder verkleinern)

Im Oberlauf der Breg ist ein sogenanntes Doppeltrapez-Profil zu sehen, erklärt Christian Seng, der Planer und Bauleiter des Projekts. "Das Gewässer war komplett geradlinig eingemauert, kann man schon fast sagen."

Der Fernseh-Beitrag zum Nachschauen:

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Auch an Fische und andere Flussbewohner denken

Das werde jetzt geändert: "Wir müssen nach wie vor gewisse Leitplanken vorgeben", so Seng. Damit meint er die angelegten Ufer, ohne die es nicht geht. Angrenzende Gebäude wie ein Umspannwerk müssen auch künftig vor Wasser geschützt werden, aber zwischen den Leitplanken dürfe sich der Fluss wieder entwickeln. Auch die Bewohner des Flusses sollen sich nach dem Umbau wohlfühlen und weiterhin vermehren.

Der Radio-Beitrag zum Nachhören:

Umbau des Donau-Ursprungs ist Hochwasserschutz

Die Arbeiten sind ein direkter Hochwasserschutz. Denn jeder Fluss, der nicht in einen begradigten Flusslauf gezwängt wird, trägt dazu bei, dass es im Hochwasserfall entspannter ablaufen kann. Das sagt Marlene Reichegger, die Projektleiterin beim Regierungspräsidium Freiburg. Auch wenn den Flüssen nicht alle Flächen zurückgegeben werden könnten, die sie eigentlich bräuchten - etwa wegen Städtebau und Besiedelung.

Ende 2021 könnten die Arbeiten am Donau-Ursprung beendet sein

Wenn das Wetter mitspielt, soll der Umbau noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Etwa vier Millionen Euro soll das Projekt dann gekostet haben. Eine Flaschenpost braucht dann übrigens etwas länger, denn der Umbau verlängert die Donau um 300 Meter.

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