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Die Diakonie Kehl-Kork steht wegen der Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen. Fast 500 Menschen mit einer Beeinträchtigung leben dort meist in Wohngruppen. Corona beeinträchtigt ihre Betreuung.

Im letzten Frühjahr gab es 50 mit Corona infizierte Personen in der Diakonie Kork, zwei sind gestorben. In den vergangenen Wochen dann erneut mehrere Infektionen und ein weiterer Todesfall. Ein besonderes Problem dort ist: die Pandemie mit Abstandsregeln und Mundschutz ist für die Menschen mit einer Beeinträchtigung nicht ganz einfach zu fassen. Entsprechend schwer gestaltet sich der Arbeitsalltag der Pflege-Teams.

Denis Arnold ist Heilerziehung-Pfleger bei der Diakonie Kork. Der 39-Jährige leitet ein Wohnhaus, in dem 24 erwachsene Menschen leben. Sie alle haben eine Beeinträchtigung. Denis Arnold sagt: "Die Corona-Pandemie zehrt seit einem Jahr an den Nerven – an denen der Bewohner und an denen der Pflegekräfte – Stichwort Masken tragen."

Ein weiteres Problem: Die Bewohner haben zu ihrem Schutz vor dem Virus kaum Kontakte zu anderen Menschen aus dem Dorf. Stattdessen findet das Leben im Haus statt. "Das ist anstrengender" - Frank Stefan, der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Kork, weiß um die Sorgen seiner 1.500 Beschäftigten, die übrigens alle nach Tarif bezahlt werden und der knapp 500 Bewohner.

Und dann gibt es in Kork auch noch ganz andere Aufgaben. Ein neues Wohnheim, eine neue Kindertagesstätte, eine neue Schule und eine neue Sozialstation werden derzeit gebaut. Ein Hotel mit 46 Zimmern für Angehörige und integrierter Arztpraxis ist so gut wie fertig. Viele Millionen werden da verbaut, aber das alles sei wichtig für die Menschen, die dort leben, dort behandelt und dort versorgt werden.

Einen Wunsch hat man in Kork gerade: dass die Bewohner so schnell wie möglich geimpft werden. Bis dahin muss man sich in Kork anders helfen. Immerhin, es stehen täglich bis zu 300 Tests auf dem Programm.

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