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Die baden-württembergische Landesregierung hat die Entscheidung über die Öffnung von Kitas und Grundschulen erneut vertagt. Grund ist das Auftreten der mutierten Virus-Variante - unter anderem in einer Kindertagesstätte in Freiburg.

Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald hat bestätigt, dass insgesamt acht Fälle mit Coronavirus-Mutationen in seinem Zuständigkeitsbereich gemeldet sind. Zwei im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und sechs in der Stadt Freiburg. Zwei davon bei Kindern einer Kita im Freiburger Stadtteil Vauban, so ein Sprecher der Diakonie, welche die Kita betreibt.

Covid-19-Ausbruchsgeschehen in der Kita seit 17. Januar

21 weitere Menschen in der Freiburger Kita seien ebenfalls infiziert, nun müsse noch geklärt werden, ob es sich ebenfalls um die neuen Virus-Varianten handele. In der Kita gebe es ein Covid-19-Ausbruchsgeschehen seit 17. Januar. Alle 24 seither Betroffenen seien in Quarantäne. Kontaktpersonen seien nachverfolgt worden. Weitere Sequenzierungen von Proben werden derzeit in den Laboren angestrebt.

"Es macht uns sehr betroffen, dass die neue Variante in Freiburg angekommen ist und insbesondere, dass Kinder betroffen sind. Wir werden die Situation mit großer Aufmerksamkeit und Sorge verfolgen und sämtliche notwendigen Maßnahmen einleiten."

Martin Horn, Oberbürgermeister von Freiburg

Die Stadt Freiburg sei in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt sowie dem betroffenen freien Träger, heißt es in einer Mitteilung am Mittwochabend. Am Donnerstag hat wie angekpndigt ein Krisenstab von Stadt und Gesundheitsamt getagt. Bei Nachtestungen konnte die gefährliche Virus-Mutation demnach bei 15 von 25 Corona-Fällen festgestellt werden. Die Behörden gaben allerdings Entwarnung, da die Infizierten keine oder nur geringe Symptome zeigten. Außerdem habe es keine Neuinfektionen gegeben. Als Reaktion auf den Ausbruch will die Stadt Freiburg für alle Kitas FFP2-Masken bereitstellen.

Kitas und Grundschulen sollten schrittweise geöffnet werden

Ursprünglich wollten Ministerpräsident Kretschmann und Kultusministerin Eisenmann am Mittwoch die Entscheidung verkünden, dass Kitas und Grundschulen schrittweise wieder geöffnet werden sollen. Angesichts der sinkenden Infektionszahlen im Land galt die Entscheidung als Formsache. Wegen des Auftretens der Virus-Mutationen könnte sich die Öffnung der Kitas und Schulen nun jedoch verzögern.

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