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Im Kanton Basel-Stadt wurden erst jetzt Restaurants und Bars geschlossen. Im Elsass dauert der Lockdown bereits drei Wochen. Auch die finanziellen Hilfen sind ungleich.

"Macht unsere Geschäfte nicht kaputt" – die Botschaft auf dem Banner der rund 600 Demonstranten in Colmar ist eindeutig. Sie wollen erreichen, dass sie ihre Läden wieder öffnen dürfen. Denn das Weihnachtsgeschäft mache zwischen 40 und 80 Prozent ihres Jahresumsatzes aus. Im Moment dürfen sie nur eine Art Lieferservice anbieten.

"Man denkt, da würde eine ganze Masse Bestellungen liegen. Aber das macht maximal 10 Prozent unseres Umsatzes aus."

Céline Kern Borni, Spielwarenhändlerin, Colmar

In die Eurometropole Straßburg werden für Händler, Hotel- und Restaurantbetreiber zukünftig zwei Millionen Euro bereitgestellt. Sie bekommen dann bis zu 50 Prozent der Miete als Zuschuss.

"Für die Miete bekommen wir bisher gar keine Unterstützung. Das ist ein echtes Problem, denn die Mieten sind hoch, fast 6.000 Euro.

Fanny Fuchs, Gastronomin, Straßburg

In der Schweiz hat der Kanton Basel-Stadt wegen der anstehenden Restaurantschließungen weitere Hilfsgelder in Aussicht gestellt. Außerdem wollen der Bund und die Kantone die Corona-Hilfen aufstocken, besonders für die Eventbranche, Reisebüros und Hoteliers: von derzeit 400 Millionen Franken auf eine Milliarde Franken.

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