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Nicht alle konnten es sich zu Nikolaus heimelig gut gehen lassen: Obdachlose etwa oder Familien, bei denen das Geld knapp ist. Sie wurden am Sonntag in Lörrach nicht nur zum Essen eingeladen. Organisiert von Freiwilligen - traditionell immer am Nikolaustag.

Püree aus 150 Kilo Kartoffeln. Reichhaltig soll es sein. Und natürlich gut schmecken. Georg Leisinger, Mitorganisator des "Weihnachtsessen" in Lörrach kocht mit seinem Team am Nikolaustag für 200 Personen, die sonst kein Festessen bekommen: "Wichtig ist auch da die Frische der Produkte. Gerade für diese Menschen, damit sie keine Convenience bekommen. Auch, dass alles frisch gekocht ist, worauf wir generell sehr großen Wert legen."

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Das Essen wird nicht verkauft, sondern an Obdachlose und Bedürftige ausgegeben. Seit ein paar Jahren gibt es das Weihnachtsessen traditionell am Nikolaustag in Lörrach.

"Es sind auch Familien und Menschen, die einfach wenig haben, fast gar nichts haben, die am Existenzminimum leben."

Freiwilliger Helfer beim "Weihnachtsessen" in Lörrach

Viele Freiwillige sind im Einsatz: Das Rindergulasch hat ein Metzger spendiert, ein Bäcker das Brot. Wer mag, kann eine zweite Portion für den nächsten Tag mitnehmen. Warmes Essen und außerdem Geschenke vom Nikolaus, egal ob Kleidung, Schuhe oder Hygieneartikel: Normalerweise sitzen sie dann mit den Spendern und Helfern zusammen in einem geheizten Raum, aber in diesem Jahr ist wegen Corona alles anders - sozusagen "Nikolaus to go", sagt Michael Wegner, ein weiterer Mitorganistor des Lörracher Weihnachtsessens.

Währenddessen verteilt nebenan die Obdachlosen- und Bedürftigenhilfe Kleidung und andere Dinge für den Alltag auf der Straße. Auch wenn der Nikolaus in diesem Jahr die Gäste in Lörrach nur draußen begrüßen konnte, war es für viele doch eine kleine Auszeit vom Alltag unter schwierigen Bedingungen.

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