Der Containerhafen in Basel (Foto: SWR)

Mehr Arbeit trotz Lieferketten-Engpässe

Der Containerhafen in Basel/Weil am Rhein im Dauereinsatz

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Die Pandemie hat für Lieferketten-Engpässe gesorgt. Beim Containerhafen in Basel/Weil am Rhein gibt es deshalb aber nicht weniger zu tun - im Gegenteil.

Auch wenn sie verspätet ankommen, zumindest kommen die Waren aus Fernost wieder an. Trotzdem müssen zum Beispiel Containerschiffe in Rotterdam 108 Stunden auf die Beladung warten. Transportunternehmen, wie Contargo, die die Waren dann zu den Kunden bringen, versuchen fieberhaft die Dellen im weltweiten Warenverkehr zu glätten.

Der Dreiland Aktuell-Film zum Containerhafen:

Hafenmitarbeiter haben mit weniger Arbeit gerechnet

Ein Container rein - ein Container raus und das im Minutentakt, 24 Stunden an sieben Tage die Woche. Trotz Lieferketten-Engpässe aufgrund der Corona-Pandemie haben die Mitarbeitenden am Containerhafen in Basel/Weil am Rhein alle Hände voll zu tun. Es sei mehr Arbeit geworden, sagt Kranführer Fabio Piraino. Er und seine Kollegen arbeiten derzeit drei Schichten im Containerhafen.

"Das haben wir alle gedacht, aber leider war es nicht so. Also es gibt wirklich selten Tage, wo wir hier die Beine hoch machen können.“

Der Containerhafen in Basel (Foto: SWR)
Kranführer Fabio Piraino arbeitet am Containerhafen in Basel/Weil am Rhein

Online-Shopping und verspätete Waren

Dass Fabio Piraino und seine Kollegen jetzt mehr zu tun haben, liegt an zwei Aspekten. Zum einen kaufen die Menschen mehr Online ein, was zu mehr Warenverkehr führt. Zum anderen kommen die verspäteten Waren alle auf einmal an. Diese Wellenbewegungen versuchen Logistikfirmen, wie Contargo, derzeit zu minimieren, damit es für den Handel überhaupt eine gewisse Verlässlichkeit gibt.

Mitschnitt SWR Aktuell vom 20.03.2022 mit Dreiland Aktuell (ab 04:20)

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