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Kunst ist immer auch ein Spiegel der Zeit. Unsere Zeit wird gerade von Corona dominiert und damit auch ein Stück weit von der Maske. Im "Mosaik der Hoffnung" spielt sie eine große Rolle.

Ein Meter, zwei Meter, drei Meter - unter den wachsamen Augen von General Kléber zählt der Fotograf Christoph de Barry auf der Place Kléber in Straßburg: "Die Idee: Ein Schachbrett von 900 Quadratmetern, das sind 30 auf 30 Meter, bedeckt mit 450 Foto-Portraits in schwarz-weiß - von Menschen, die eine Maske tragen, auf die sie eine Botschaft der Hoffnung geschrieben haben."

Die Menschen, die Christoph de Barry fotografiert, suchen sich ihr Wort selbst aus. Er fügt es dann in die Fotografie ein. Delphine Lejosne hat sich für dieses Wort entschieden: "Stolz – ich habe erst gezögert, aber dann dieses Wort gewählt, weil ich denke, dass wir stolz sein können, dass wir die Krise gemeistert haben."

Der Straßburger Fotograf Christoph de Barry ist begeistert: "Das Mosaik der Hoffnung – ich weiß nicht, ob es ein komischer Name ist. Jedenfalls ist die Idee, möglichst viele Menschen zu vereinen, um gemeinsam eine Botschaft der Hoffnung zu schreiben. Ich bin beeindruckt von der Kreativität. Jeden Tag, selbst nach 350 Portraits, gibt es immer noch unglaubliche Überraschungen."

Das "Mosaik der Hoffnung" – seit Mitte Juli kann es auf der Place Kléber in Straßburg bewundert werden.

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