Verbotsschild für Verbrennungsmotoren (Foto: imago images, Christian Ohde)

Weniger Reisen, Autofahrten und Essen

Caritas-Präsident fordert mehr staatliche Verbote

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Verbote, um dem Klimawandel zu begegnen? Diesen Vorschlag hat Caritas-Präsident Peter Neher gemacht. Zugleich will er, dass die Parteien den Menschen mehr Weitsicht zutrauen.

Einschränkungen fürs Autofahren, Reisen und Essen: Angesichts des Klimawandels sollten die Parteien ihre Angst vor Verboten überwinden und den Menschen mehr Weitsicht zutrauen. Das sagte Peter Neher, Präsident des deutschen Caritasverbandes mit Sitz in Freiburg in einem Gastbeitrag in der "Frankfurter Rundschau".

"Verbote sind ein Ausdruck dafür, dass der Staat es mit dem Schutz und Wohl seiner Bürgerinnen und Bürger ernst meint."

Dieser Grundsatz sollte auch in der Klimapolitik gelten, denn die Klimakrise verursache Katastrophen und vernichte Existenzen, wie die zunehmenden Unwetterereignisse zeigten. Die Wählerschaft würde fundierte Verbote zum Klimaschutz akzeptieren, ist Neher überzeugt. Die Politik müsse aber Klartext reden.

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