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Vor einem Jahr hat in Pfaffenweiler der CAP-Markt eröffnet. Er sichert die Nahversorgung und schafft Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung.

Der einzige Supermarkt im Dorf schließt und nun ist eine Fahrt in den Nachbarort zum Einkaufen unumgänglich. Viele Dörfer haben ein Problem mit ihrer Nahversorgung. An diesem Punkt stand auch Pfaffenweiler vor über einem Jahr. Doch in Rekordzeit wurde dann der CAP-Markt im Dorf eröffnet. Doch die Kern-Kompetenz liegt nicht im Verkaufen von Lebensmitteln. In dem Inklusionsbetrieb arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung Seite an Seite. Er ist der erste inklusive Supermarkt seiner Art in Südbaden.

Kevin Margenfeld ist Marktleiter des CAP-Marktes und hat von Anfang an mitbekommen wie die Leute auf die gelebte Inklusion reagiert haben: "In der ersten Zeit haben die Leute nicht mal gemerkt, dass Menschen mit Behinderungen hier arbeiten."

Doch auch wenn bei dem Projekt die Inklusion im Vordergrund steht, der Markt finanziert sich aus den Umsätzen und muss sich rentieren. "Dass der Markt das geschafft hat, was im ländlichen Raum ganz wichtig ist, nämlich die Nahversorgung vor Ort zu erhalten und das mit einem Inklusionsprojekt ist natürlich super", so Anke Glenz, Behinderten-Beauftragte des Landkreises.

Pfaffenweilers Bürgermeister Dieter Hahn ist stolz darauf, dass seine Stadt den Markt so gut angenommen hat. Der CAP-Markt ist eine Erfolgsgeschichte und es wird über einen weiteren Inklusionsbetrieb im Dorf nachgedacht. Das nächste Projekt könnte eine inklusive Gaststätte sein, so Bürgermeister Hahn. Dieser Betrieb soll genau wie der CAP-Markt die Gemeinde zusammenbringen.

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