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Eine brennende Reparatur-Lok der Deutschen Bahn ist am Donnerstagvormittag führerlos durchs Kinzigtal gerollt. Dabei setzte sie zwischen Haslach und Gengenbach (Ortenaukreis) mehrere Böschungen in Brand.

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In dem Reparatur-Zug waren keine Passagiere. Der Lokführer war nach Ausbruch des Feuers abgesprungen. Er blieb unverletzt, äußert sich aber bislang nicht zu dem Vorfall, so die Bundespolizei am Freitag. Fest stehe nur, dass der Fahrer den Zug bei Hausach verlassen hatte. Jetzt müsse der Fahrtenschreiber ausgewertet werden. Dann wisse man vielleicht mehr, denn auch die Brandursache sei noch unklar.

Zug erst nach 28 Kilometern führerloser Fahrt gestoppt

Der Reparatur-Zug war am Donnerstag von Hausach aus brennend mit Tempo 30 bis 50 in Richtung Offenburg gefahren. Er konnte erst nach 28 Kilometern bei Gengenbach mit Hilfe von Bremsklötzen auf ein Abstellgleis geleitet und schließlich gestoppt werden – dabei entgleiste der Zug. Die Feuerwehr konnte den Brand daraufhin löschen.

Brennend durch mehrere Bahnhöfe gefahren

Die Bundespolizei spricht von einer ungewöhnlichen und schwierigen Lage. Der brennende Zug sei führerlos durch mehrere Bahnhöfe gefahren. Man habe die Menschen dort jeweils vorher warnen müssen. Landespolizei, Bundespolizei und Feuerwehr waren im Einsatz.

Schwarzwaldbahn über Stunden gesperrt

Wegen des Vorfalls war die Schwarzwaldbahn-Strecke am Donnerstag stundenlang gesperrt – auf dem Abschnitt zwischen Hausach und Gengenbach musste ein Schienen-Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet werden.

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