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Um den Baumbestand an einer Straße im Freiburger Industriegebiet zu erhalten, geht man dort in die Tiefe - für einen dringend erforderlichen neuen Abwasserkanal.

Statt die Straße und das Erdreich aufzugraben und dabei Baumwurzeln zu kappen, setzt man in der Green City Freiburg auf eine Tunnelbohrmaschine im Kleinformat.

Vermeidung von Vollsperrung der Tullastraße

Man habe sich für ein unterirdisches Verfahren entschieden, um eine Vollsperrung der Tullastraße im Freiburger Stadtteil Brühl zu vermeiden, sagt Andreas Kretz, Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg. Die bemannte Minitunnelbohrmaschine arbeitet ähnlich wie das große Vorbild am Gotthard. In Freiburg stoßen die Mineure auf eher loses Gestein, fünf Meter unter der Erde. Es braucht den Bergmann, da stets das Risiko von Störungen durch Wurzeln oder Felsbrocken besteht.

Eine Bohrmaschine gräbt sich durch das Freiburger Erdreich. (Foto: SWR)
Pro Tag frisst sich der Bohrer bis zu neun Meter durchs Erdreich. Dabei fällt tonnenweise Abraum an.

Auch den Abraum fahren die Arbeiter mit ihrer Mini Lore aus dem neu entstehenden Tunnel. Am Ende werden es 316 Meter neue Kanalisation sein, die sie in Freiburg unterirdisch gebohrt haben. Die Ingenieure haben zudem das Grundwasser aufwändig bändigen müssen, damit die Tunnelbaustelle dauerhaft trocken bleibt.

Nomaden des Tunnelbaus Mineure

Heute hier - morgen dort, das ist das Leben der Mineure: Nachdem sie am Gotthard-Basistunnel fertig waren trafen sich dann einige an den Tunnelbaustellen von Stuttgart 21 wieder.  mehr...

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