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80 Franken Strafe für eine weggeworfene Zigarette. Aber die Strafe scheint nicht hoch genug. Basels Straßen sind von Kippen übersät. Jetzt testet die Stadt den Aschenbecher am Boden.

"Füttere mich" steht in großen Buchstaben an einem Gitter – es ist ein Aschenbecher. Eigentlich ist es ja verboten Kippen auf die Straße zu werfen, doch hier ist es erwünscht. Basel testet derzeit den ebenerdigen Aschenbecher, denn die Stadt ist von Zigarettenstummeln übersät. 4,5 Millionen hat die Stadtreinigung im vergangenen Jahr gezählt. Das konnte so genau bestimmt werden, da eine spezielle Kamera auf einem Fahrrad den täglichen Dreck auf den Straßen scannt.

Dauer

Auf 80 Kilometer Strecke kommen bis zu 50.000 Kippen. Wie es scheint, haben die 80 Franken Bußgeld nicht viel genutzt. Auch andere Städte, etwa Amsterdam, Brüssel oder Prag, erhoffen sich vom Bodenaschenbecher die Lösung.

Mehr Mülleimer würde auch nichts bringen, sagt Dominik Egli, Leiter Stadtreinigung, denn: "Über die Hälfte des Abfalls sollte eigentlich nicht da rein, und je mehr Abfalleimer, umso mehr illegaler Müll." Vielleicht ist der Bodenaschenbecher ja doch erfolgreich im Kampf gegen die Kippenflut. Eigentlich lieben die Schweizer nämlich die Ordnung.

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