Neben den Bildern, die entstanden sind, hat das Fotografieren die blinden und sehbehinderten Jugendlichen näher zusammengebracht.    (Foto: SWR, C. Peyrot, France 3)

Ausstellung in Strassburg und Stuttgart

Strassburger Fotograf stellt Bilder von blinden Fotografen aus

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C. Peyrot, France 3

Blinde fotografieren. Doch wie kann jemand, der kaum was sieht, fotografieren? Ein Straßburger Fotograf zeigt wie: Er bat Blinde und Sehbehinderte, ihren Alltag zu fotografieren.

Die Bildausschnitte der Fotos sind ungewöhnlich, sie haben nicht unbedingt die Perspektive, die man erwartet. Die Fotos wurden von 25 Jugendlichen geschossen, die blind oder sehbehindert sind. Der Straßburger Fotograf Eric Vazzoler hatte die Idee für das Projekt. Die Fotos sind bei Workshops entstanden, im elsässischen Straßburg und in der deutschen Partnerstadt Stuttgart, wo der Fotograf arbeitet.

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"Die Jugendlichen haben mir ein bisschen dabei geholfen zu verstehen, woher die Lust, das Gefühl und das Bedürfnis kommen, Bilder zu machen und so mit anderen zu kommunizieren."

Ausstellung demnächst in Stuttgart

Neben den Bildern, die entstanden sind, hat das Fotografieren die Jugendlichen auch näher zusammengebracht. Die Jugendlichen fangen die Welt um sich herum auf andere Weise ein als sehende Fotografen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit waren bisher in Straßburg ausgestellt und werden demnächst in Stuttgart zu sehen sein.

"Wenn man diese Momente miteinander teilt, kann man beim Fotografieren richtig Spaß haben und den anderen zum Lachen bringen. Das bleibt in Erinnerung."

Ein Strassburger Fotograf arbeitet für eine Ausstellung mit blinden Fotografen  (Foto: SWR,  C. Peyrot, France 3)
Ein Strassburger Fotograf arbeitet für eine Ausstellung mit blinden Fotografen C. Peyrot, France 3

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