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Wegen eines Autorennens mit Todesfolge hat das Amtsgericht Villingen-Schwenningen einen Mann zu einer 22-monatigen Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt. Der heute 21-jährige Raser musste sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Der Raser-Prozess wurde vor dem Amtsgericht Villingen-Schwenningen verhandelt. (Foto: SWR, Thorben Langwald)
Der Raser-Prozess wurde vor dem Amtsgericht Villingen-Schwenningen verhandelt. Thorben Langwald

Das Gericht sah es in seinem Urteil als erwiesen an, dass der Heranwachsende den tödlichen Unfall wegen extrem hoher Geschwindigkeit verursacht hat.

Geschwindigkeitsrausch mit tödlichen Folgen

Im September 2019 war der Angeklagte mit zwei Kumpels in seinem 350 PS starken Audi von Vöhrenbach nach Villingen-Schwenningen gerast und hatte auf der kurvigen Strecke zig Autos überholt. In einer der Kurven hat er bei etwa 150 km/h die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, woraufhin sich der Wagen mehrmals überschlug. Ein 21-jähriger Beifahrer, der nicht angeschnallt war, wurde herausgeschleudert und starb noch an der Unfallstelle. Der damals 19-Jährige selbst sowie der zweite Insasse wurden nur leicht verletzt. Den Hinterbliebenen des Opfers muss der Mann nun 4.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Polizisten sichern Unfallort nach schwerem Autounfall (Sujetbild). (Foto: dpa Bildfunk, Thomas Frey)
Polizisten sichern Unfallort nach tödlichem Autounfall (Sujetbild). Thomas Frey

Bei Autoposer-Treffen Polizisten angegriffen

Der 21-jährige Angeklagte wurde ferner zu einer weiteren Geldstrafe von 200 Euro verurteilt, die er an einen Polizisten entrichten muss. Den Beamten hatte er bei einem sogenannten Autoposer-Treffen im April dieses Jahres in Villingen-Schwenningen angegriffen und verletzt. Seine Todesfahrt hatte den Raser nicht davon abgehalten, sich weiter in der Szene zu bewegen. Nun ist er seinen Führerschein laut Urteil vorerst aber los. 30 Monate muss der 21-Jährige warten, bevor er wieder eine Fahrerlaubnis beantragen kann.

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