Überreste der gesprengten Felsen im Höllental (Foto: SWR, Dorothea Dörner)

B31 und Höllentalbahn bis ins Wochenende gesperrt

Felsblöcke im Höllental erfolgreich gesprengt

Stand

Im Höllental bei Freiburg sind am Freitag zwei Felsen gesprengt worden. Ein Brocken drohte auf Schienen und Straße zu stürzen. Die B31 und der Bahnverkehr sind nun wieder frei.

Eine Spezialfirma hat am Freitagmittag den gut 60 Tonnen schweren Felsbrocken an der Bundesstraße 31 im Höllental bei Breitnau (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) gesprengt. Er hing zuletzt nur noch an einem Baum fest und drohte auf die 300 Meter tiefer liegende Straße zu stürzen. Die Explosion erfolgte gegen 13:30 Uhr und war weithin zu hören. Die stark befahrene Bundesstraße 31 und auch die Höllentalbahn waren wegen der Felssturzgefahr seit Montag gesperrt. Beide sind mittlerweile für den Verkehr wieder freigegeben.

B31 ab Samstagabend, Zugstrecke ab Sonntagmorgen wieder befahrbar

Zur Sicherheit haben die Spezialkräfte auch noch einen zweiten Felsbrocken gesprengt, da sich dieser durch die Detonation hätte lockern können. Insgesamt wurden so bis zu 200 Tonnen Stein zerkleinert. Rund 50 Kilogramm Sprengstoff waren dafür nötig. Das entstandene Geröll kann voraussichtlich im Hang liegen bleiben. Der Einsatzleiter sprach von einer "echten Herausforderung". "Wir sind froh, dass alles nach Plan lief", sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Die Aufräumarbeiten dauerten nach Angaben der Spezialfirma noch bis in den Abend.

Mitarbeiter einer Spezialfirma bereiten Fels im Höllental zur Sprengung vor (Foto: SWR, Jasmin Bergmann)
Der absturzgefährdete Fels ist bereit zur Sprengung. Bild in Detailansicht öffnen
Felsklotz im Höllental vor der Sprengung (Foto: SWR, Jasmin Bergmann)
In den Felsklotz wurden zahlreiche Löcher für den Zündstoff für die Sprengung gebohrt. Bild in Detailansicht öffnen
Thomas Baumann, Sprengmeister der Firma Sachtleben. (Foto: SWR, Sebastian Bargon)
Er drückt den roten Knopf: Thomas Baumann, Sprengmeister der Firma Sachtleben. Bild in Detailansicht öffnen
Mitarbeiter einer Spezialfirma bereiten Fels im Höllental zur Sprengung vor (Foto: SWR, Jasmin Bergmann)
Bei den Vorbereitungen zur Sprengung ist auch ein Kamerateam des SWR dabei. Bild in Detailansicht öffnen
Mitarbeiter einer Spezialfirma bereiten den Fels zur Sprengung vor (Foto: SWR, Sebastian Bargon)
In dem extrem steilen Gelände oberhalb des Höllentals haben Spezialisten den Fels zwei Tage lang präpariert. Bild in Detailansicht öffnen
Arbeiter an einem Felsblock im Höllental im Schwarzwald (Foto: SWR)
Bereits am Mittwoch haben die Felsspezialisten damit begonnen, die Sprengung des Felsblocks vorzubereiten. Bild in Detailansicht öffnen
Felssprengung im Höllental (Foto: SWR)
Mit einer wuchtigen Detonation wurden die Felsblöcke in Stücke gesprengt Bild in Detailansicht öffnen
Überreste der gesprengten Felsen im Höllental (Foto: SWR, Dorothea Dörner)
Sprengung erfolgreich - von den Felsblöcken ist nur nch Geröll übrig. Bild in Detailansicht öffnen
Aus der Vogelperspektive: Blick auf die B31 im Höllental, die ein Felsbrocken bedroht (Foto: SWR)
Aus der Vogelperspektive: Blick auf die B31 durchs Höllental, die ein Felsbrocken bedroht. Bild in Detailansicht öffnen
Felssturz Höllental im Schwarzwald (Foto: SWR, Anita Westrup)
Kein Durchkommen für Autos, Lkw und Bahn: Das Höllental im Schwarzwald war wegen Felssturzgefahr die ganze Woche lang gesperrt. Bild in Detailansicht öffnen
Am Bahnhof Himmelreich fahren Ersatzbusse in Richtung Hinterzarten ab (Foto: SWR, Anita Westrup)
Ersatzbusse bringen Bahnnutzer vom Bahnhof Himmelreich (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) nach Hinterzarten. Bild in Detailansicht öffnen

"Zwischen 150 und 200 Tonnen Fels müssen weggesprengt werden. Die Begutachtung hat ergeben, dass neben dem abgestürzten Felskörper, der von starken Douglasien aufgefangen wurde, ein zweiter Felskörper steht, der abstürzen könnte."

Umfahrung nach Kran-Unfall am Freitag gesperrt

Eigentlich wurde der Verkehr über Buchenbach (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) und die Spirzenstraße zum Thurner nach Hinterzarten umgeleitet. Wegen eines Arbeitsunfalls in einem Sägewerk ist die Ortsdurchfahrt in Buchenbach allerdings voraussichtlich bis Montag, 21. März, gesperrt. Die Polizei rät, die Strecke über Stegen nach St. Peter zu nehmen. Der Schwerlastverkehr sollte die Strecke komplett meiden und das Höllental über die Autobahn umfahren.

Infolgedessen war offenbar auch der Schienenersatzverkehr beeinträchtigt, denn die Busse mussten nun noch längere Umleitungen fahren. Am Bahnhof Himmelreich warteten am Freitagnachmittag dutzende Reisende lange Zeit vergeblich auf Busse oder Informationen.

Felsbrocken hing an einem Baum fest

Vergangenes Wochenende war der absturzbedrohte Felsen auf der Höhe des sogenannten Kehretunnels der Höllentalbahn zwischen Himmelreich und Hinterzarten von Angelika Abb entdeckt worden. Die Landwirtin vom nahegelegenen Posthalde-Hof hatte bei einem Spaziergang gesehen, dass ein großer Felsbrocken an einer Douglasie festhing und der Baum dem immensen Gewicht nachzugeben drohte. Daraufhin informierte Abb umgehend das Forstamt, die Straßenmeisterei und die Bahn. Im Höllental kam es schon öfters zu Felsstürzen. Vor einigen Jahren wurden die Felsen aufwendig gesichert.

Sperrung der Höllentalbahn bis Sonntag

Die Behörden ließen daraufhin die vielbefahrene Bundesstraße 31 und die Höllentalbahn am Montag, 14. März, vorsorglich sperren. Die Bahn hat für die Höllentalbahn einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Auf der Seite der Deutschen Bahn finden Sie Informationen zum Schienenersatzverkehr.

Buchenbach

Zwei Sägewerk-Mitarbeiter schwer verletzt Nach Kran-Unfall: Ortsdurchfahrt Buchenbach wieder frei

Nach dem Unfall mit einem Ladekran in Buchenbach (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) war die L128 Richtung St. Märgen und Thurner gesperrt. Seit Montagmorgen ist die Strecke frei.

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SWR