Großer Andrang beim Wahlkampftauftritt von Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock auf dem Platz der Alten Synagoge in Freiburg. (Foto: SWR, Julika Kott)

Bundestagswahlkampf: Endspurt vor dem Wahlsonntag

"Heimspiel" für die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock in Freiburg

STAND
AUTOR/IN
Sebastian Bargon
ONLINEFASSUNG
Gabi Krings

In der Grünenhochburg Freiburg hatte Annalena Baerbock sozusagen ein Heimspiel. Vor rund 3.000 Menschen forderte die Kanzlerkandidatin der Grünen einen radikalen Politikwechsel.

Mit lautem Applaus wurde die 40-jährige Anwärterin auf das Kanzleramt auf dem Platz der alten Synagoge in Freiburg begrüßt. Viele der rund 3000 Interessierten wussten schon im Vorfeld, dass sie am Sonntag bei den Grünen ihr Kreuz machen würden. Andere wollten Annalena Baerbocks Auftritt für ihre Wahlentscheidung unbedingt mitnehmen. "Ich wollte sie noch einmal live sehen", so einer der Zuhörer. Eine ebenfalls noch unentschlossene Wählerin meinte: "Ich bin gespannt, wie sie uns überzeugen will."

Oberstes Ziel: Machtwechsel in Berlin

Zunächst sprach die Freiburger Direktkandidatin Chantal Kopf. Sie versprach, sich im Falle ihrer Wahl im Bundestag für ein Wahlrecht ab 16 und gegen explodierende Mieten stark zu machen. Es gelte, am Sonntag die große Koalition in Berlin abzuwählen, so Kopf. Im Anschluss betonte Annalena Baerbock, dass Deutschland Verantwortung übernehmen und Vorbild beim Klimaschutz sein müsse.

"In Deutschland wurde nicht nur das Auto erfunden, sondern auch das Fahrrad!“

Die deutsche Wirtschaft müsse zeigen, dass saubere und emissionsfreie Autos ebenso wie eine klimaneutrale Zement- und Stahlproduktion möglich seien, so Baerbock. Außerdem versprach sie, sich im Falle einer Wahl für einen Mindestlohn von zwölf Euro und eine 35-Stundenwoche in der Pflege einzusetzen. Außerdem forderte sie, dass Bildungschancen von Kindern länger nicht von der Postleitzahl abhängen dürften.

Kleiner Zwischenfall am Rand

Beim Thema Corona rief Baerbock noch einmal klar zum Impfen auf. Daraufhin versuchten einige so genannte Querdenker die Veranstaltung mit lauten Zwischenrufen und Pfiffen zu stören. Einige wurden deshalb von der Polizei vom Platz geführt. Ansonsten verlief die Wahlkampf-Kundgebung friedlich.

STAND
AUTOR/IN
Sebastian Bargon
ONLINEFASSUNG
Gabi Krings