Ein Glas Wasser unter einem Wasserhahn (Foto: dpa Bildfunk, Patrick Pleul)

Vergleich vor dem Freiburger Landgericht

Badenova verzichtet bei Trinkwasserwerbung auf "Bio"

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Nach einem Vergleich vor Gericht wird der Freiburger Energieversorger Badenova sein Trinkwasser zukünftig nicht mehr mit "Bio" bewerben.

Der Verzicht auf "Bio" in der Werbung ist das Ergebnis eines Vergleichs, den das Unternehmen heute mit dem Verband Deutscher Mineralbrunnen vor dem Freiburger Landgericht geschlossen hat.

Mineralwasserbranche störte sich an "Bio"

"Bio, vegan und verpackungsfrei" sei das Trinkwasser, war auf den Badenova-Werbeplakaten zu lesen. Daran störte sich die Mineralwasserbranche. Vor dem Freiburger Landgericht wurde keine abschließende Antwort auf die Frage gefunden, ob Trinkwasser denn nun "Bio" sei oder nicht.

Chlor bei Verunreinigung sind nicht "bio"

Das Gericht stellte aber fest, dass eine notwendige Chlorung bei Verunreinigungen ein K.O.-Kriterium für das Prädikat "Bio" sei. Beide Seiten einigten sich darauf, dass Badenova die Beschreibung "Bio" zukünftig nicht mehr für Trinkwasser verwenden werde, gleichzeitig aber die Qualitätskriterien der Mineralwasserbranche nicht für Trinkwasser gelten.

Sollte Badenova trotzdem weiter mit "Bio" werben, wird eine Strafe fällig.

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