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Der Autozulieferer PWO mit Sitz in Oberkirch (Ortenaukreis) hat angekündigt, bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau einen zusätzlichen Kredit über 30 Millionen Euro aufzunehmen. Mit dem Geld könne man Risiken durch die Corona-Pandemie besser abfedern, heißt es. Doch auch für die Produktionsverlagerung ins Ausland braucht der Konzern Geld. An seinem Stammsitz in Oberkirch hatte PWO im vergangenen Jahr rund 200 Stellen abgebaut. Zum Jahreswechsel kündigte das Unternehmen an, dass 150 weitere Mitarbeiter am Stammsitz ausscheiden sollen. Einen Teil seiner Produktion verlagert PWO nach Tschechien. Mit der Erweiterung des tschechischen Standorts habe man begonnen, dort würden zusätzliche betriebliche Flächen von 8.000 Quadratmetern angemietet, heißt es in einer Mitteilung. Bisher werden in Tschechien Teile für Fahrzeugsitze gefertigt. Künftig sollen dort auch Teile für Fahrzeugarmaturen produziert werden. In Fabriken in China und Mexiko will PWO künftig Komponenten für Luftfedern und elektronische Steuergeräte herstellen. Insgesamt stehen dem Konzern nach eigenen Angaben 130 Millionen Euro aus freien Kreditlinien zur Verfügung.

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