Rückkehr einer ausgestorbenen Art

Erster Luchsnachwuchs in den Nordvogesen seit mehr als 300 Jahren

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AUTOR/IN
Robert Wolf

Im Staatswald Nordvogesen hat ein Luchsweibchen zwei Jungtiere zur Welt gebracht. Es sind die ersten nachgewiesenen Luchsbabys in den Nordvogesen seit dem Aussterben der Art im 17. Jahrhundert.

Das Luchsweibchen Lycka wurde im März 2020 in Deutschland im Rahmen des europäischen "LIFE Luchs-Wiederansiedlungsprojektes" freigelassen. Das mittlerweile zehn Jahre alte Tier trägt einen GPS-Sender am Hals, um seine Bewegungen nachvollziehen können. Mittlerweile hat Lycka ihr Revier in den Nordvogesen.

GPS-Daten deuteten auf Geburt hin

Dort konnten Forschende des französischen Amts für biologische Vielfalt (OFB) im Juni 2021 erkennen, dass sich Lyckas Bewegungsradius verkleinert hat. Das wurde als Zeichen einer bevorstehenden Geburt gedeutet. Und tatsächlich: Wenige Wochen später haben Umweltinspektoren des OFB vor Lyckas Höhle zwei etwa drei Wochen alte, gesunde Jungtiere beobachten können.

Ungewisse Zukunft

Für die Zukunft des Luchses in den Vogesen ist das ein wichtiges Ereignis, auch wenn das OFB den Luchs dort immer noch als sehr bedroht einschätzt. Aktuell sei nur ein Dutzend Luchse in den gesamten Vogesen bekannt, wobei Lycka das einzige Weibchen ist. Der Weg bis zu einer Wiederansiedlung sei noch lang.

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