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"Vorübergehend geschlossen" steht momentan oft an den Ladentüren in den Fußgängerzonen. Die Zeiten sind hart, der Einzelhandel leidet unter dem Lockdown. Das hat dem Apotheker Christoph Behrendt in Villingen-Schwenningen keine Ruhe gelassen.

Apotheker Christoph Behrendt in Villingen-Schwenningen und einige seiner Kolleginnen und Kollegen sind sich einig: Es muss etwas getan werden. Deshalb spenden einige Apotheken der Doppelstadt die FFP-2- Zuzahlung an den örtlichen Einzelhandel. Da kommt was zusammen, sind sich die Apotheken sicher.

In den Apotheken der beiden Stadtkerne von Villingen und Schwenningen herrscht reger Betrieb. Die Nachfrage nach FFP2-Masken ist stark. Zwei Euro muss jede und jeder, dem die Masken als Leistung zustehen, pro Packung selbst übernehmen. Für den Apotheker Christoph Behrendt ist die Idee die Eigenanteile zu spenden eine Win-Win-Situation, denn auch er als Apotheker sieht sich im Boot mit den Einzelhändlern.

Die Sorgen um den – wie es im Fachjargon heißt – stationären Einzelhandel, also dem Laden vor Ort an der Ecke und dessen Zukunft sind durchaus berechtigt, so Carsten Dörr. Er ist Geschäftsführer des Gewerbeverbandes Oberzentrum in Villingen-Schwenningen und schätzt die Lage als durchaus brisant ein. Umso mehr freut sich Dörr über das unerwartete Engagement der Apotheken.

Noch bis Ostern soll die Aktion laufen. Schon jetzt ist ein ansehnlicher Betrag zusammengekommen, so Apotheker Christoph Behrendt. Wieviel es am Schluss sein wird, ist freilich völlig offen – Behrendt hofft aber durchaus auf einen fünfstelligen Betrag. Ein Erfolg ist die Aktion bei den Kunden jedenfalls schon jetzt.

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