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Wenige Tage vor der Stilllegung des Atomkraftwerks im elsässischen Fessenheim ist der noch verbleibende Reaktor ungeplant heruntergefahren worden.

Die automatische Abschaltung habe sich am Freitagvormittag ereignet, teilte der Betreiber EDF mit. Das Team des Kraftwerks arbeite daran, die Ursache zu finden, und bereite sich auf einen Neustart des Druckwasserreaktors vor. Dieser sei für Samstagvormittag geplant. Über dem Atomkraftwerk (AKW) am Rhein könnten nicht radioaktive Dampfwolken sichtbar sein, teilte EDF mit.

Der Vorfall könne mit einem Gewitter zusammenhängen, das zu dem Zeitpunkt über Fessenheim hinwegzogen sei, berichtete der Radiosender France Bleu online. Frankreichs ältestes noch laufendes Kraftwerk an der Grenze zu Baden-Württemberg soll endgültig stillgelegt werden. Nach Angaben des Betreibers wird der verbleibende Reaktor am späten Montagabend heruntergefahren.

Kraftwerk für Kritiker ein Sicherheitsrisiko

Der erste Druckwasserreaktor war bereits Ende Februar vom Netz genommen worden. Kritikern galt das Kraftwerk schon seit Jahrzehnten als Sicherheitsrisiko.

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