Klimaaktivisten der Gruppe "Aufstand der letzten Generation" blockieren wieder die B31 bei Freiburg (Foto: SWR, Paula Kersten)

Zum vierten Mal innerhalb eines Monats

"Letzte Generation" blockiert erneut B31 in Freiburg

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Klimaaktivistinnen und -aktivisten haben am Montagmorgen wieder die Bundesstraße 31 in Freiburg blockiert. Die Polizei löste die Blockade diesmal schnell wieder auf.

Die Gruppe "Aufstand der letzten Generation" blockierte gegen 8 Uhr den Eingang des Schützenallee-Tunnels in Richtung Dreisamtal - bewusst während der Hauptverkehrszeit. Die Folge: Ein langer Rückstau. Die Polizei war aber schon früh vor Ort, sodass die Aktion bereits nach etwa einer halben Stunde beendet war.

Sechs Klimaaktivisten blockierten B31

Sechs Aktivistinnen und Aktivisten von der Gruppe "Aufstand der letzten Generation" blockierten die Straße. Vier von ihnen behinderten den Verkehr auf der B31 - die anderen beiden stellten sich jeweils auf eine Seitenstraße direkt daneben. Eine Aktivistin wollte ihre Hand, wie auch schon bei der letzten Blockade-Aktion, mit Sekundenkleber auf die Straße kleben. Doch der Teer war zu nass, der Kleber wollte nicht halten.

"Wir entschuldigen uns aufrichtig bei allen Mitmenschen für die Störung. Wir wollen ein Alarmsignal aussenden, weil wir uns alle in großer Gefahr befinden."

Polizei schreitet rasch ein

Die Polizei war schon da, als die Aktivisten sich gerade hingesetzt hatten. Gewaltfrei und ohne Widerstand wurden sie von den Beamten an den Straßenrand getragen. Anschließend wurden sie in Gewahrsam genommen und ihre Personalien festgestellt.

Ultimatum an Politik abgelaufen

Zivilen Ungehorsam nennt die Gruppe ihre Aktionen oder gewaltfreier Widerstand. In ganz Baden-Württemberg sind die Aktivisten aktiv - und sie werden immer lauter. Am Sonntag (20.2.) ist das Ultimatum abgelaufen, das sie der Bundesregierung um Olaf Scholz gestellt hatten. Wenn die Politik bis dahin nicht auf ihre Forderungen einginge, würden Häfen, Flughäfen und andere Teile der Infrastruktur "gestört oder zum Innehalten gebracht".

Das fordert die "letzte Generation"

Die Gruppe "Aufstand der letzten Generation" kämpft für ein Essen-Retten-Gesetz, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Außerdem setzen sie sich für eine Agrarwende bis 2030 ein.

Aktivisten blockierten vergangene Woche A5

Vergangene Woche Dienstag (15.2.) blockierten die Klimaaktivisten die B5 bei der Anschlussstelle Freiburg-Nord. Einige von ihnen hatten ihre Hände mit Sekundenkleber auf der Straße befestigt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kritisierte diese Aktion scharf: "Von Autobahnblockaden halte ich mal gar nichts. Das sind schwere Rechtsverletzungen, die man nicht rechtfertigen kann."

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SWR