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Zum zweiten Mal schon heißt es: Abi machen in der Pandemie. Jetzt hat die dreiwöchige Prüfungsphase begonnen - mit strengen Hygieneregeln, Abstand, Maske, aber ohne Testpflicht.

Am Dienstag haben die schriftlichen Abiturprüfungen begonnen, drei Wochen werden sie dauern. Vergangene Woche hat das Kultusministerium dazu kurzfristig noch einmal neue Vorgaben gemacht. Die wichtigste: Die Prüflinge müssen sich nicht zwingend testen lassen - eine Herausforderung für alle Beteiligten.

Mit oder ohne Schnelltest in die Abiprüfung

Lassen sich die Schüler und Schülerinnen testen, riskieren sie, das Abi bei einem positiven Testergebnis nicht schreiben zu dürfen. Dass das Kultusministerium kurzfristig freiwillige Schnelltestests ins Spiel gebracht hat, ärgert viele Abiturienten.

"Es war klar seit über einem Jahr, dass wir Abitur schreiben, und man weiß etwas länger, dass wir die Testmöglichkeiten haben, und da eine Woche zuvor einschneidend zu ändern, das finde ich doof, das wirkt hingeklatscht."

Johannes Kopfmann, Schüler, Berthold Gymnasium Freiburg

Auch der Schulleiter am Marie-Curie-Gymnasium in Kirchzarten wundert sich über die kurzfristigen Vorgaben. Er hatte schon alles organisiert fürs Abitur bis hin zu Sauerstoffampeln für den Prüfungsraum. Nun muss er zusätzlich Schnelltest-Möglichkeiten anbieten. Allerdings geht er davon aus, dass viele Prüflinge ungetestet erscheinen.

"Weil diese psychische Belastung noch vor der Prüfung nicht zu wissen, kann ich überhaupt mitschreiben, aufgrund eines falschen Ergebnisses, das ist dann schon erheblich. Die stehen ja sowie so schon unter psychischem Stress."

Rolf Merkel, Schulleiter, Marie-Curie-Gymnasium Kirchzarten

Getestete und Ungetestete schreiben seperat

Auch dass Getestete von Ungetesteten räumlich getrennt werden müssen, sei eine zusätzliche Herausforderung, nicht nur wegen der zusätzlichen Aufsicht. Wenn es beispielsweise ums Hörverstehen geht – englisch, französisch, spanisch – muss das technisch in allen Räumen funktionieren.

Aber es gibt im Corona-Abi immerhin auch ein paar Erleichterungen. So haben Lehrkräfte mehr Auswahlmöglichkeiten bei den Aufgaben und die Prüflinge bekommen 30 Minuten mehr Zeit.

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