rundes Schild mit schnurrbärtiger Wurst und Schriftzug "herman ze german" (Foto: SWR)

Wiesentäler Wurst für London Südbadische Auswanderer fürchten Brexit

Das britische Parlament hat den Brexit-Deal der Premierministerin abgelehnt. Ein ungeregelter Brexit bedroht nun auch das Geschäftsmodell südbadischer Wurst-Unternehmer in London.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

In bester Londoner City-Lage bieten die Auswanderer aus dem Südschwarzwald, Florian Frey und Azadeh Falakshahi, Wurst aus dem Wiesental an. Doch nun müssen sie sich wohl umorientieren.

Vom Wurst-Nachschub abgeschnitten?

Seit 2010 verkauft "herman ze german" Wurst-Spezialitäten aus dem Wiesental in mehreren Filialen in London. Die Idee mit der Schwarzwälder Bratwurst boomt. Schlimm wäre für die Wurstunternehmer nur, wenn der Wurst-Nachschub aus dem Wiesental nicht mehr liefe infolge des Brexits.

Werden die großen Firmen und Banken in London bleiben und damit die zahlungskräftige Kundschaft, die bei "herman ze german" fast acht britische Pfund für eine Currywurst zahlt? Und: Lohnt es sich noch die Wurst aus dem Kreis Lörrach nach London liefern zu lassen, wenn sie verzollt werden muss und im Stau an der Grenze hängen bleibt?

Hoffen auf den "exit from the brexit"

Bei einem ungeregelten EU-Austritt werden tiefgreifende ökonomische Erschütterungen befürchtet. Die Zukunft von "herman ze german" ist ungewiss. Die Wurst-Unternehmer aus dem Dreiländereck liebäugeln mit einem neuen Standort in der Schweiz. Und sie hoffen doch noch auf einen "exit from the brexit" - einen Brexit-Ausstieg.

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