Schild mit Warnung vor Steinschlag (Foto: SWR, Marc Weyrich)

Bürger-Information zur Felssturzgefahr Felssicherung in Todtnau beginnt nächste Woche

Die Arbeiten zur Felssicherung in Geschwend werden wahrscheinlich erst nächste Woche beginnen. Grund: Die dafür erforderlichen Hubschraubereinsätze brauchen gute Wetterbedingungen.

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Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Bei einer Bürger-Information am Montagabend in Geschwend fragte ein verzweifelter Vater Bürgermeister Andreas Wießner: "Wo gehen wir mit unseren Kindern nach dem 20. Dezember hin?" Der Vater musste mit seiner Familie das eigene Haus wegen der Felssturzgefahr verlassen. Er war unter den rund 100 Zuhörern nicht der einzige, der bezweifelt, dass die Felssicherung in sechs Wochen beendet ist und sie Weihnachten wieder zuhause feiern können. Zudem stehen nach den ersten zwei Felsen in diesem Jahr noch sechs weitere aus. Der Bau eines Schutzzaunes ebenfalls.

"Zwei Felsen warten nur auf den Abgang", sagt Projektleiter Frank Baumann von der Firma Sachtleben Mining. Seine Firma hat den Auftrag, insgesamt acht Felsblöcke zu sichern. Die Felsen sollen mit einem sogenannten Spinnennetz daran gehindert werden, ins Tal zu stürzen. In dem unwegsamen Hang oberhalb von Todtnau-Geschwend müssen Werkzeug und Material dafür per Helikopter eingeflogen werden. Der Beginn der Arbeiten hängt daher sehr stark vom Wetter ab. Für die Stadt Todtnau bedeutet das Kosten von weit mehr als einer Million Euro.

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Dass ein vom Regierungspräsidium Freiburg in Auftrag gegebenes Gutachten erst jetzt im Oktober vorliegt, stößt in Geschwend auf Unverständnis. Auch dass am zweiten Informationsabend keine Geologen und Sachverständigen anwesend waren, wird enttäuscht kritisiert.

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