Widerstand gegen Anlage in Grenzach-Wyhlen Wasserstoff ja, aber bitte nicht hier

Michael Kempkes kämpft seit fast zwei Jahren mit seinen Nachbarn gegen eine Anlage, die explosiven Wasserstoff produzieren soll. Jetzt zieht er sogar vor Gericht.

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Der Anblick schmerzt Michael Kempkes. Ein Steinwurf von seinem Haus entfernt steht seit kurzem die Wasserstoff-Anlage der Energiedienst. Der Widerstand der Bürgerinitiative konnte den Bau nicht verhindern. Noch diesen Monat soll die Anlage im Probebetrieb laufen und dann pro Tag eine LKW Ladung Wasserstoff produzieren.

Widerstand schon seit anderthalb Jahren

Rückblick, im Februar letzten Jahres waren Michael Kempkes und seine Mitstreiter noch zuversichtlich, die Wasserstoff-Anlage zu stoppen. Rund 40 Menschen hatten sich dem Widerstand angeschlossen, sie alle wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gelände der Energiedienst, auf der die Anlage heute steht.

Seit November steht die Anlage

In Grenzach-Whylen am Rhein wird seit langer Zeit Strom aus Wasserkraft produziert. Mit diesem Strom soll jetzt aus Wasser Wasserstoff hergestellt werden. Seit November steht die Anlage, momentan wird sie getestet. Zusammen mit dem Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung will Energiedienst untersuchen, wie effizient solche Power-to-Gas-Anlagen sind. Grüner Wasserstoff aus grünem Strom, das Leuchtturmprojekt ist für Energiedienst eine gute Sache.

Wasserstoffherstellung ja, aber nicht hier

Doch Michael Kempkes glaubt nicht, dass die Lagerung und der Transport von Wasserstoff völlig gefahrlos sind. Darum hat er jetzt Klage eingereicht, gegen die Gemeinde und das Regierungspräsidium Freiburg, welche die Anlage genehmigt haben. Wasserstoff gilt als ein Energieträger der Zukunft, das sieht auch Michael Kempkes so. Doch bitte nicht neben seinem Wohngebiet. Dagegen kämpft er weiter.

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