Der entgleiste ICE 373 steht kurz vor dem Bahnhof SBB auf dem Gleisbett (Foto: dpa Bildfunk, Georgios Kefalas/KEYSTONE)

Entgleister Zug bei Basel Umgestellte Weiche möglicher Grund für ICE-Unglück

Bei der Entgleisung eines ICEs bei Basel am Sonntag vor einer Woche sind die Passagiere offenbar nur knapp einer Katastrophe entgangen. Erste Erkenntnisse über die mögliche Ursache des Unglücks sind nun bekannt geworden.

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Laut Christoph Kupper von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle wurde während der Fahrt eine Weiche verstellt. Dadurch fuhr der Zug rund 800 Meter auf zwei parallel verlaufenden Schienensträngen. Der Triebkopf fuhr auf dem rechten Gleisstrang, der Rest des Zuges auf dem linken. Ein Wagen hing quer zwischen den beiden Schienen und wurde mitgeschleppt.

Zug-Unglück bei Basel (Foto: SWR, SWR)
Der erste Wagen wurde 800 Meter zwischen den Gleisen mitgeschleift. Vor einer Betonwand kam der Zug zum Stehen. SWR

Normalerweise kann eine Weiche nur verstellt werden, wenn sich kein Zug darauf befindet. Ein elektronisches Störsignal vom Zug oder den Gleisleitungen könnte diesen Sicherheitsmechanismus ausgeschaltet haben. Möglich sei auch, dass die technische Überwachung der Weiche nicht funktioniert hat, so Kupper weiter.

Niemand ensthaft verletzt

Die Zugreisenden hatten großes Glück. Der ICE kam erst etwa zwanzig Meter vor einer Tunnelmauer zum Stillstand. Ernsthaft verletzt wurde niemand.

Der ICE aus Berlin war vergangenen Sonntag in der Nähe des Bahnhofs SBB in Basel entgleist. Während des Unfalls befanden sich 240 Menschen an Bord des Zuges. Die exakte Ursache des Unglücks wird laut Deutsche Bahn weiter untersucht.

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