Menschen in einem Wellendbad (Foto: SWR)

Neues Spassbad in Rust Europapark-Wasserwelt "Rulantica" eröffnet

Nach gut zwei Jahren Bauzeit hat am Donnerstag die neue Wasserwelt "Rulantica" des Europaparks Rust ihre Tore geöffnet. Die Betreiber hoffen auf 700.000 Gäste pro Jahr. Doch es gibt auch Kritik an der Expansion des Parks.

Wer die gigantische Halle von "Rulantica" betritt, muss sich erstmal orientieren. Die Rutschen- und Badelandschaft ist voller versteckter Details. Hauptattraktion sind die 17 Wasserrutschen – verschieden lang und verschieden steil. Die über drei Hektar große Wasserwelt nahe der Autobahnausfahrt Rust war mehr als zwei Jahre lang die größte private Baustelle in Baden-Württemberg.

Erwartet werden jährlich rund 700.000 Besucher. Es sei einer der größten Wasserparks Europas entstanden, sagte Europapark-Inhaber Roland Mack der Deutschen Presse-Agentur. Nach Macks Angaben hat sein Unternehmen 180 Millionen Euro in das Projekt investiert.

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Rutschen wurden eigens aus Kanada importiert

"Rulantica kann bis zu 3.500 Menschen aufnehmen", so Bad-Chef Michael Kreft von Byern. Die Rutschen, extra aus Kanada importiert, gebe es in dieser Kombination noch nicht im Land. Und: "Wir haben eines der größten Wellenbäder Deutschlands." Im Außenbereich gibt es zudem einen Wildwasserkanal. Auch ein riesiger Hotelkomplex zählt zum neuen Badetempel. Er gehört zwar zum Europapark, ist jedoch ein eigenständiger Bereich und kostet separat Eintritt.

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Ausdehnung des Parks sorgt auch für Kritik

Der Bau des Wasserparks sei im Konsens und mit Bürgerbeteiligung entstanden, sagte der Bürgermeister von Rust im Ortenaukreis, Kai-Achim Klare (SPD). Werde die Wasserwelt erfolgreich, seien Erweiterungen und zwei weitere Hotels geplant, sagt Roland Mack: "Es ist erst ein Drittel der zur Verfügung stehenden 45 Hektar großen Fläche bebaut."

Obwohl die Wasserwelt neue Arbeitsplätze und zusätzliche Gäste nach Rust bringen wird, weckt die fortwährende Expansion des Europaparks aber auch zunehmend Unbehagen. Eine Bürgerinitiative kritisiert den Flächen- und Wasserverbrauch des Vergnügungsparks. Nach Kritik von Umweltschützern hatte der Europapark Pläne für eine Seilbahn über den Rhein ins Elsass vorerst auf Eis gelegt.

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