Verlierer des Klimawandels Buchensterben am Schönberg nimmt zu

Etwa Tausend Buchen haben auf dem Schönberg bei Freiburg den Hitzesommer 2018 nicht überlebt – betroffen sind vor allem alte Bäume. Förster warnen vor Gefahren durch abbrechende Äste.

Abgeplatzte Rinde, morsche Äste und kaum Blätter - den Buchen auf dem Schönberg bei Freiburg geht es schlecht. Vom Gipfel aus sieht man überall braune Gerippe. Grund ist die Hitze des letzten Jahres. Revierförster Jürgen Bucher schätzt, dass mehr als zehn Prozent seiner Buchen abgestorben sind, betroffen sind ganze Waldstücke. Die Trockenheit setzt vor allem hundertjährigen Bäumen schwer zu. Der Glaube, dass die Baumart, die bis zu 45 Meter hoch wird und in Mitteleuropa heimisch ist, viel Trockenheit verträgt ist demnach ein Irrtum.

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Förster sind besorgt: Nicht nur der Wald, auch Menschen sind in Gefahr

Von den toten und morschen Bäumen geht auch eine erhebliche Gefahr für Menschen aus, warnt Forstbezirksleiter Herbert Stiefvater. Beim geringsten Windstoß könnten mehrere hundert Kilo schwere Äste abbrechen und Personen erschlagen, so der Experte. Sowohl Waldbesucher als auch Waldarbeiter oder Jäger seien gefährdet.

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