Verhandlung wegen Gruppenvergewaltigung Prozess in Freiburg: Haftbefehl gegen einen der elf Angeklagten aufgehoben

Der Haftbefehl gegen einen der elf Angeklagten im Prozess um die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung in Freiburg wird mangels Beweisen aufgehoben. Trotzdem muss er sich wegen unterlassener Hilfeleistung verantworten.

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Das Gericht hat bestätigt, dass der Haftbefehl gegen einen der Angeklagten aufgehoben wird. Das hatten Verteidigung und Staatsanwaltschaft am Montag beantragt, da der Vorwurf der Vergewaltigung haltlos sei. Grund sei, dass kein belastendes DNA-Material von dem Mann gefunden worden sei. Da das Gericht dieser Einschätzung folgt, kommt der Mann aus der Untersuchungshaft frei. Er hat bereits elf Monate in Untersuchungshaft gesessen.

Unterlassene Hilfeleistung?

Der 25-Jährige muss sich in demselben Verfahren trotzdem wegen unterlassener Hilfeleistung verantworten. Auch die Verteidiger von zwei weiteren Angeklagten haben beantragt, die Anklage wegen Vergewaltigung fallen zu lassen. Die Staatsanwaltschaft hat nicht widersprochen; das Gericht will in den kommenden Tagen entscheiden.

Männer von hinten in Westen mit Aufschrift "Justiz" (Foto: SWR, Dinah Steinbrink)
Mammutprozess mit elf Angeklagten und strengen Sicherheitsvorkehrungen Dinah Steinbrink

Zudem stehen am heutigen 13. Prozesstag weitere Zeugenvernehmungen an. Am Montag hatten die Verlobten von zwei der Angeklagten ausgesagt - allerdings mit Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

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