Verbraucherschützer skeptisch Elektronische Preisschilder in Schweizer Supermärkten

Schweizer Supermärkte von Migros und Coop setzen verstärkt auf elektronische Preisschilder. In Frankreich sind die in Supermärkten schon seit einigen Jahren üblich.

Bei Edeka Südwest in Baden-Württemberg sei eine Einführung derzeit nicht absehbar. Verbraucherschützer warnen, dass mit der elektronischen Anzeige auch eine "dynamische Preisgestaltung", ähnlich wie an deutschen Tankstellen, möglich wäre.

Dauer

Sie sehen aus wie normale Preisschilder. Doch wer genau hinschaut erkennt, es sind kleine Bildschirme, die den Preis anzeigen. Künftig sollen alle neuen Supermärkte des Unternehmens Migros ihre Preise digital anschreiben müssen. Für Konsumenten hat das Vor- und Nachteile. Per Gesetz müssen die Preise zwischen Regal und Kasse immer übereinstimmen. Große Preisänderungen werden bislang noch nachts vorgenommen. In Deutschland sind elektronische Preisschilder erst vereinzelt im Einsatz, in Frankreich dagegen bereits seit Jahren.

Dass Konzern-Zentralen ihre Preise zentral steuern, ist technisch schon heute möglich. Doch im Handy-Zeitalter erwarten Experten noch viel mehr. Dazu wollen sich aber weder Migros noch Coop äußern. Sie betonen, dass sie keine dynamischen Preise einführen wollen. Digitale Preisschilder sollen vor allem helfen Kosten und Material zu sparen.

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