Unwetterschäden im Markgräflerland Hagel trifft Markgräfler Winzer

Nach den heftigen Unwettern in der Nacht zum Montag werden die Schäden erst jetzt deutlich. Im Markgräflerland etwa sind zahlreiche Weintrauben aufgeplatzt – einige Winzer rechnen mit Einbußen.

Dauer

Am Tag danach werden die Schäden an den Reben sichtbar: Die Hagelkörner haben viele Trauben platzen lassen. Das Unwetter kam zum denkbar schlechten Zeitpunkt, rund einen Monat vor der Lese. Winzer Hermann Dörflinger aus Müllheim (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) ist einer der Betroffenen. Er sorgt sich um die längerfristigen Folgen: "Es ist jetzt eine sehr gefährliche Zeit, weil die Trauben schon ein klein bisschen Zucker haben." Das führe bei den aufgeplatzten Beeren schnell zu Fäulnis.

Ernteverluste von bis zu 20 Prozent befürchtet

Wie Dörflinger befürchten einige Winzer aus der Region zudem, dass die aufgeplatzten Trauben jetzt von Insekten befallen werden. Das Ausmaß des Schadens ist noch nicht abzusehen, manche sprechen jetzt schon von Ernteverlusten zwischen zehn und 20 Prozent. "Der erste Augenschein war schon dramatisch, da kamen tatsächlich tischtennisballgroße Körner runter", erzählt Rainer Zeller vom Vorstand der Winzergenossenschaft Müllheim-Britzingen. Nun hoffen die Winzer auf trockenes Wetter, damit die beschädigten Trauben nicht anfangen zu faulen.

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