Uniklinik Freiburg Muttermilchbank für Frühgeborene in Freiburg

Seit zwei Jahren hat die Uniklinik Freiburg eine Muttermilchbank. Dieses Jahr hat die Uniklinik Ulm nachgezogen, um Frühgeborene schnell und ausreichend mit Muttermilch zu versorgen.

Frühgeborene Kinder haben oft noch nicht die Kraft, direkt gestillt zu werden. Und Mütter von frühgeborenen Kindern haben am Anfang noch nicht ausreichend eigene Milch. Fest steht: Muttermilch ist besonders bei Frühchen ganz entscheidend für einem guten Start ins Leben. Die Muttermilchbank sei ein großer Erfolg, so die Bilanz der Freiburger Uniklinik anlässlich der Weltstillwoche.

Dauer

In der Muttermilchbank der Freiburger Uniklinik sammelt Marija Milenković jeden Morgen die Milch, die andere Mütter in der Klinik abgepumpt haben. Sie richtet die Portionen, die die zu früh geborenen Babys an dem Tag bekommen sollen. Vorher wird die Milch auf Bakterien getestet. Wenn es irgend geht, bekommen die Babys natürlich die Milch ihrer eigenen Mutter. Aber wenn eine Mutter keine oder noch nicht genug Milch hat, dann bekommen die Kinder Milch, die fremde Mütter gespendet haben. Mütter, die mehr Milch haben als sie brauchen.

"Seit wir die Muttermilchbank haben, bekommen unsere Frühchen von Anfang an Muttermilch", sagt der Frühgeborenen-Mediziner Daniel Klotz, "das hilft ihnen enorm bei ihrem Start ins Leben. Denn die besonderen Inhaltsstoffe der Muttermilch, die man in einer künstlichen Formel-Nahrung nicht nachbilden kann, sorgen bei der Ernährung von Frühgeborenen im Vergleich zu künstlicher Nahrung dazu, dass diese Kinder weniger Darmentzündungen haben, weniger Infektionen und insgesamt eine bessere Nahrungsverträglichkeit – also deutlich von Muttermilch profitieren."

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