Umstrittenes französisches AKW an deutscher Grenze Fessenheim erneut vom Netz

Ein Reaktor des umstrittenen Atomkraftwerks Fessenheim steht erneut still. Die Abschaltung am Montagnachmittag erfolgte automatisch, teilte der Betreiber EDF mit. Die Ursache ist noch unklar.

Reaktorgebaeude an einem Fluss (Foto: SWR)
AKW Fessenheim (Archivbild)

Mitarbeiter würden nun versuchen, die Ursache des Stopps herauszufinden. Im Zuge dieser Arbeiten könnten nicht-radioaktive Dampfwolken über dem Reaktor zu sehen und Geräusche zu hören sein, so die EDF.

AKW war bis April abgeschaltet

Reaktor 2 war bis Mitte April knapp zwei Jahre lang nicht am Netz gewesen, weil die französische Atomaufsicht ein Prüfzertifikat entzogen hatte. Das Wiederhochfahren war mehrfach verschoben worden. Deutschland und Umweltschützer sehen das älteste noch laufende französische Atomkraftwerk nahe der deutschen Grenze schon lange als Sicherheitsrisiko. Nach derzeitiger Planung soll es Ende 2018, Anfang 2019 abgeschaltet werden.

Endgültiges Aus für Fessenheim unklar

Das Ende des Kraftwerks Fessenheim ist dabei an die Inbetriebnahme eines neuen Druckwasserreaktors in Flamanville am Ärmelkanal geknüpft. An diesem Reaktor wurden zuletzt allerdings "Qualitätsabweichungen" an Schweißnähten gefunden. Ob sich damit der Start der Stromproduktion verzögert, ist noch unklar.

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