Felsbrocken A81 (Foto: SWR, Bernhard Hentschel)

Auto kollidiert mit Steinquader Tödlicher Unfall auf A81: Wurzeln haben Felsen gelöst

Nach dem tödlichen Unfall durch einen herabgestürzten Felsbrocken an der A81 bei Trossingen (Kreis Tuttlingen) steht die Unglücksursache fest: Baumwurzeln sollen den Felsen am Samstag gelöst haben, so ein Geologe.

Nach Angaben des zuständigen Geologen beim Regierungspräsidium Freiburg sind die Wurzeln des Baumes gewachsen und haben dabei Stück für Stück den Felsen bewegt, bis es in der Nacht zum Sonntag zum Absturz gekommen ist.

Für Straßenmeisterei bislang unauffällig

Es handle sich um einen natürlichen Vorgang, der mit bloßem Auge nicht zu erkennen sei - etwa wenn die Autobahnmeisterei täglich ihre Kontrollfahrt absolviert. Zwar seien die Felsen an der Unglücksstelle bislang vollkommen unauffällig gewesen, bei der genauen Begutachtung habe sich aber herausgestellt, dass zwei weitere jeweils drei Tonnen schwere Brocken bereits lose waren. Diese wurden kontrolliert ins Tal abgelassen.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Ermittlungen zu Felssturz

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Konstanz und der Polizei in Tuttlingen laufen. Neben der Frage, weshalb der Felsen nicht früher als solcher erkannt wurde, muss geklärt werden, wer der Fahrer des Porsche war.

Identität des Fahrers unklar

Da der Fahrer verbrannt ist, erweist sich die Identifizierung als schwierig. Aktuell gehen die Behörden davon aus, dass es sich um einen 62-jährigen Mann handelt. Die Ermittlungen liefen noch, sagte eine Sprecherin der Polizei am Montag.

Der Fahrer war am Samstagabend nahe Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg gegen einen etwa drei Tonnen schweren Gesteinsbrocken geprallt, der sich von einem Hang gelöst hatte und auf die Fahrbahn gestürzt war. Das Auto ging in Flammen auf und brannte vollständig aus.

Nach tödlichem Unfall auf der A81 Felsbrocken bergen, Hangsicherheit prüfen

Felsbrocken A81 (Foto: SWR, Bernhard Hentschel)
Experten an der Unfallstelle: Neben der Klärung der genauen Unfallursache geht es in diesem Fall auch um die Hangsicherheit. Ein weiterer Felsbrocken darf nicht abstürzen. Bernhard Hentschel Bild in Detailansicht öffnen
Bereits zur Seite geräumt steht am Straßenrand der Felsblock, der den Unfall verursachte. Der Straßenbelag ist an der Unfallstelle vom Brand verkohlt. Bernhard Hentschel Bild in Detailansicht öffnen
Der vom Hang abgestürzte Steinquader, auf den das Auto in die Nacht auffuhr, wiegt laut Polizei drei Tonnen. Bernhard Hentschel Bild in Detailansicht öffnen
Leere Autobahn an der Unfallstelle: Für die Bergungs- und Sicherungsmaßmahmen wurde die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Tuningen und Villingen-Schwenningen komplett gesperrt. Bernhard Hentschel Bild in Detailansicht öffnen
Dann geht es um den endgültigen Abtransport des Felsblocks. Bernhard Hentschel Bild in Detailansicht öffnen
Das THW-Fahrzeug muss ordentlich schleppen. Bernhard Hentschel Bild in Detailansicht öffnen
Wie groß der Brocken ist, sieht man hier besonders deutlich. Bernhard Hentschel Bild in Detailansicht öffnen

Die A81 blieb bis zum frühen Sonntagabend zwischen den Anschlussstellen Tuningen und Villingen-Schwenningen gesperrt.

Diese Bilder zeigt die Feuerwehr Trossingen auf Facebook vom Einsatz in der Nacht:

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