Trockenheit im Dreiländereck Auswirkungen auch für Schifffahrt am Hochrhein

Die Auswirkungen der extreme Trockenheit in diesem Jahr sind für Land- und Waldwirtschaft, aber auch für die Schifffahrt von den Schweizer Alpen bis ins Elsaß immer unübersehbarer.

Armselige Rinsaale dort, wo Bäche, Flüsse und Seen normalerweise prallgefüllt sind. Im gesamten Elsaß fallen Stauseen und Trinkwasserreservoires immer weiter trocken. Die Pegelmess-Stationen verzeichnen die niedrigsten Werte seit Jahrzehnten. Auch Milchbauern und Rinderzüchter stehen vor riesigen Problemen, weil ohne Niederschläge kaum noch Grünfutter für ihre Tiere wächst.

Dauer

In den Wäldern im gesamten Dreiländereck frißt sich derweil der Borkenkäfer in allen Höhenlagen durch die trockenen Wälder. Helge von Gilsa, Kreisforstamt Waldshut: "Wir sind sicherlich hier ein Hotspot der Entwicklung. Wir haben mit die größten Schäden, was die Borkenkäfer anbelangt, im Land hier. Und wir haben in diesem Jahr kaum planmäßige Holzeinschläge gemacht, sondern wir rennen dieses Jahr dem Borkenkäfer hinterher." Ein wohl aussichtloser Kampf. Trotz größter Anstrengungen.

So aussichtslos wie das Überleben der Gletscher. In der Schweiz zerfallen viele kleine Gletscher inzwischen ganz, trotz der gigantischen Schneemengen die im letzten Winter hier noch gefallen sind. Von den riesigen Mengen an Schmelzwasser kommt unten in den Tallagen inzwischen nichts mehr an. So wie am Rheinfall bei Schaffhausen. Thomas Mändli, Schifffahrtsunternehmer: "Letzte Woche gab's da unten noch so einen kleinen Weiher, der war noch voll mit Wasser und jetzt sind nur noch Algen drin."

Da wo man sonst nur tosendes Wasser sieht, wachsen jetzt flächendeckend Algen und andere Pflanzen mitten auf dem Rheinfall. Ausflugsfahrten vom Bodensee zum Rheinfall fallen bei Niedrigwasser schon seit Juli aus. Und zum Saisonende können die Schiffe ihre Winterquartiere ohne Wasser nicht erreichen.

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