Klimademo in der Freiburger Innenstadt (Foto: SWR)

Mehr als 20.000 sind gekommen Größte Demo aller Zeiten am Weltklimatag in Freiburg

In Baden-Württemberg haben Zigtausende für mehr Klimaschutz demonstriert. Dazu hatte "Fridays for Future" aufgerufen. Die mit mehr als 20.000 Teilnehmern größte Demo war in Freiburg.

Die Zahl übertraf damit die Schätzungen von Veranstaltern und Polizei. Einige Quellen sprechen sogar von 50.000 Demonstranten. Der Zustrom war so groß, dass sich fast ein Ring hätte schließen können. Beginnend am Platz der Alten Synagoge – also dem Startpunkt der Demonstration – über die etwa drei Kilometer lange Strecke rund um die Altstadt – zurück zum Platz der alten Synagoge.

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Die Teilnehmer mit Trommeln, Megaphonen und Pfeifen kamen aus allen Alters- und Gesellschafts-Schichten. Auf Plakaten standen Texte wie "Je bitterer die Wahrheit, desto größer die Ausreden" oder "Ferienflüge ohne uns". Die Stimmung war - laut Polizei - friedlich und ausgelassen. Große Probleme gab es beim Verkehr: Straßenbahnen fuhren nicht mehr, für Autos gab es kein Durchkommen in die Innenstadt. Die Demo war die größte, die Freiburg in den letzten 70 Jahren gesehen hat.

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In Freiburg hatten die verschiedensten Initiativen, Gruppierungen, Gewerkschaften sowie Unternehmen ihre Teilnahme an der zentralen Veranstaltung auf dem Platz der Alten Synagoge angekündigt. Auch Kirchen und Kommunen riefen zum Mitmachen auf, Firmen gaben ihren Mitarbeitern frei.

An der Demo beteiligten sich neben Schülern auch andere Gruppen. Eine davon ist "Entrepreneurs for Future". Bundesweit haben sich Unternehmer zusammengeschlossen, auch in Freiburg gibt es seit kurzem eine Regionalgruppe mit 20 Mitgliedern.

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Aktionen zum weltweiten Klima-Aktionstag gab es zu unterschiedlichen Tageszeiten auch in Offenburg mit 2.000 Teilnehmer, in Lörrach mit etwa 1.500, in Waldshut-Tiengen, Rottweil, Titisee-Neustadt, Villingen-Schwenningen und in Schramberg.

Die Klimabewegung hat nicht nur in den Städten Fuß gefasst, sondern am globalen Streiktag auch die Menschen auf dem Land mobilisiert – in der 4.000-Einwohner-Gemeinde Aichhalden-Rötenberg im Landkreis Rottweil etwa.

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