Taubergießen Ermittlungen nach Orchideen-Verschwinden eingestellt

Das Verschwinden tausender Orchideen aus dem Naturschutzgebiet Taubergießen bei Kappel-Grafenhausen (Ortenaukreis) wird wohl nicht mehr aufgeklärt. Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat das Verfahren eingestellt. Es gebe keinen konkreten Hinweis auf menschliche Täter, heißt es. Es sollen Wildschweine gewesen sein, die Anfang Mai einen der wichtigsten europäischen Orchideenbestände vernichtet haben. Wie die Freiburger Staatsanwaltschaft mitteilt, liegt dieser Verdacht zumindest nahe. Schon Mitte Juli hatten Ermittler erklärt, Aufnahmen von Wildkameras und DNA-Spuren an frisch ausgehobenen Löchern würden auf Schweine hindeuten. Eine Spur zu menschlichen Orchideendieben haben sie auch jetzt, anderthalb Monate später, nicht. Der Fall wird also ad Acta gelegt. Den Schaden, der im Naturschutzgebiet Taubergießen entstand, beziffern die Behörden auf 300.000 Euro. Bis die Bestände seltener Insektenorchideen sich erholen, werden laut Experten Jahrzehnte vergehen.

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