Tag der Kriminalitätsopfer Der Weiße Ring hilft

Opfer von Straftaten brauchen Hilfe - darum kümmert sich der Verein Weißer Ring. Und hat den 22. März zum Tag der Kriminalitätsopfer erklärt.

Marlies Kwasnitza und ihre Kollegin Dunja Burgbacher-Bucher arbeiten beim Weißen Ring in Rottweil. In fast jeder Stadt hat der Verein eine Außenstelle. Die Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich und helfen unter anderem Opfern von Vergewaltigung, Kindesmissbrauch, Entführung und Hinterbliebenen von Mordopfern.

Dauer

Der Weiße Ring arbeitet eng mit Ämtern, Ärzten, Anwälten und der Polizei zusammen. Die Mitarbeiter vermitteln den Opfern auch Termine für Psycho- und Traumatherapien.

Der Verein finanziert sich durch Spenden und Bußgelder. Wenn Richter einen Täter zu einer Bußgeldzahlung verurteilen, wird das Geld oft an den Weißen Ring weitergereicht und kommt dann direkt den Opfern zugute. Alle ehrenamtlichen Mitglieder des Weißen Rings haben mehrere Fortbildungen besucht. Denn um die Opfer zu unterstützen braucht man nicht nur Empathie und Mitgefühl, sondern auch viel Wissen.

Keine einfache Arbeit. Aber Kwasnitza und Burgbacher-Bucher sagen beide von sich, dass sie das gut verarbeiten können und nicht zu sehr an sich heranlassen.

Doch was Burgbacher-Bucher dann doch aufregt, sind Behörden, die die Opfer als Bittsteller behandeln. Wenn Opfer dringend Hilfe brauchen, würden sie bei den Ämtern oft einer Art demütigendem Verhör unterzogen. Diesen Missstand möchte sie als Co-Leiterin bekämpfen.

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