SWR-Live-Talk im Studio Freiburg Mit Peter Neher im Gespräch über Gott und die Welt

Ein Lobbyist der Armen – so wurde Peter Neher schon bezeichnet. Der 63-Jährige ist Präsident des Deutschen Caritas-Verbands und war zu Gast beim SWR-Live-Talk im Studio Freiburg.

Neher ist seit 15 Jahren Chef des größten deutschen Wohlfahrtsverbands. Bei der Caritas arbeiten rund 600.000 Menschen, Zentrale ist Freiburg. Hier lebt und arbeitet der gebürtige Allgäuer Peter Neher, viertes Kind einer Familie, in der der Vater Käser war. Und höre da, Neher mag keinen Käse! Auch darum ging es in dem Gespräch, das Klaus Gülker mit ihm geführt hat: Um seine Kindheit in einer evangelisch geprägten Umgebung, um die Entscheidung für eine Banklehre und den Entschluss, danach Theologie zu studieren und katholischer Priester zu werden.

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Die Caritas – deutsche Übersetzung: "Nächstenliebe" –  ist Nehers Lebensaufgabe. Und so berichtet er mit Glanz in den Augen von gelungenen Hilfsprojekten, bei denen Caritas International in Nordorea Gewächshäuser bauen ließ und Haiti nach dem Erdbeben beim Wiederaufbau unterstützte. "In aller Demut: Das ist auch ein Beitrag zur Friedenssicherung", so Neher in dem Gespräch.

Mit den Zuständen in der deutschen Gesellschaft ist Neher nicht zufrieden, warnt aber davor, den Sozialstaat schlecht zu reden. Auch zur Flüchtlingspolitik und zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche hat er seine klare Meinung – alles nachzuhören in dem Gespräch, das am 22. Dezember von 14:05 Uhr bis 15:00 Uhr und am 23. Dezember von 10:03 Uhr bis 11:00 Uhr in SWR Aktuell gesendet wird.

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